Macbook Air: SSD selbst aufrüsten - DER SPIEGEL
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Macbook Air aufrüsten Mit wenigen Handgriffen Hunderte Euro sparen

Apple verlangt stattliche Aufpreise für mehr Speicherplatz. Wer selbst nachrüstet, kann bei einigen MacBooks viel Geld sparen. Wir haben es ausprobiert. Der Umbau war kinderleicht. Aber dann war Geduld gefragt.
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Das war der Grund für den Neukauf: Diese MacBook, Baujahr 2009, zerlegte sich nach Jahren intensiver Nutzung langsam selbst. Die Kunststoffbeschichtung an der Unterseite fing an, sich derart zu wellen, dass sie nur noch mit Klebeband am Gehäuse zu halten war.

Foto: Matthias Kremp
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Der Ersatz: Ein MacBook Air in der kleinsten Ausführung, mit 128 GB SDD. Kostenpunkt am Black Friday: 851 Euro. Ein Schnäppchen, verglichen mit dem Listenpreis von 1099 Euro.

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Um den Speicherplatz auf ein brauchbares Niveau zu bringen - 128 GB sind zu wenig - entschied ich mich für eine Ersatz-SSD von Transcend. Das Modell mit 960 GB (unten) wäre zwar verlockend, aber mit mehr als 600 Euro zu teuer, gewesen. Also fiel die Wahl auf das Modell mit 480 GB, das ich für 369 Euro bekam.

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Die benötigten Schraubendreher liegen der SSD bei. Ein praktisches Zubehör, weil wohl nur Computerbastler den zum Öffnen des Macbooks nötigen pentaloben Schraubendreher besitzen.

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Weil nicht alle Schrauben gleich lang sind, lohnt es sich, sie nach der Demontage so zu sortieren, dass man sie beim Zusammenbau wieder in die passenden Löcher drehen kann.

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Ist der Bodendeckel entfernt, sollte man diesen Stecker ziehen, um die Akkus von der Platine zu trennen. Denken Sie auch daran, sich zu erden, bevor sie die alte SSD entfernen. Oft reicht es dazu, eine blanke Stelle eines Heizkörpers zu berühren.

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Die Original-SSD befindet sich im MacBook Air mittig oberhalb des Akkupacks, hier rot markiert.

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Um die SSD auszubauen, muss erst die Halterungsschraube gelöst werden, mit der sie auf der Platine fixiert ist. Ein passender Schraubendreher liegt der Transcend-SSD bei. Dann zieht man die SSD vorsichtig aus ihrer Fassung heraus.

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Nach dem Ausbau sollte die Hauptplatine so aussehen wie auf diesem Bild. Links ist die Fassung für die SSD zu erkennen, rechts die Mutter für die Schraube zum Arretieren der SSD.

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Die Austausch-SSD wird vorsichtig in die Fassung gesteckt und dann mit der Schraube fixiert, was auf diesem Bild noch nicht geschehen ist.

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Ist der Rechner nach der Prozedur wieder zusammengeschraubt, muss man ihn nach dem Einschalten zunächst mit einem WLAN verbinden.

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Da auf der neuen SSD kein Beriebssystem vorhanden ist, versucht das MacBook dann, die nötige Software über das Internet zu laden. Auch bei einem schnellen Anschluss kann das aufgrund der Datenmenge von rund 2,6 Gigabyte einige Zeit dauern. Bei meinem Selbstversuch brach der Download immer wieder wegen Netzwerkfehlern ab.

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Also lud ich das aktuelle macOS-Installationsprogramm auf einen USB-Stick und startete das Notebook mit dem Stick als Startmedium. Der weitere Installationsvorgang ist bei Netzwerkinstallation und Installation vom Stick identisch. Zunächst muss man das Festplattendienstprogramm aufrufen.

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Weil die fabrikneue SSD noch nicht für den Mac formatiert ist, muss sie mit dem Festplattendienstprogramm initialisiert werden. Das ist ganz einfach: Man klickt auf Löschen und wählt das gewünschte Format aus, in der Regel Mac OS Extended Journaled.

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Ist die SSD formatiert, beendet man das Festplattendienstprogramm und kehrt zu macOS-Dienstprogramme zurück, von wo aus das Betriebssystem installiert werden kann. Auch das dauert noch eine Weile. Nach erfolgter Installation jedoch meldet sich macOS High Sierra mit seinem Startbildschirm und unter Über diesen Mac kann man sich die Kapazität der neuen SSD anzeigen lassen. Operation gelungen, Geld gespart.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?