Madonna Happy Birthday, Queen of Pop!
1972: "Little Nonni", wie Madonna Louise Ciccone in ihrer Familie genannt wurde, weiß schon ziemlich früh, was ihr liegt - Theater und Cheerleading. Sie nimmt Tanz- und Klavierunterricht, später lernt sie auch, Schlagzeug und Gitarre zu spielen. Madonna zählt zu den besten Schülerinnen ihrer Highschool in Michigan.
1982: Einen Highschoolabschluss und eine abgebrochene Tanzausbildung später zieht Madonna mit ein paar Dollar in der Tasche von zu Hause aus. Zurück bleiben ihre fünf Geschwister und zwei Halbgeschwister, ihr Vater und die Stiefmutter, die ihr Vater nach dem frühen Tod der Mutter geheiratet hat. Madonnas Ziel: New York. Dort schlägt sich Madonna mit kleinen Jobs durch und mit Nacktaufnahmen, die später im "Playboy" und "Penthouse" landen. Berühmt wird sie, als sie in Discos zu ihren eigenen Demobändern tanzt. Und einen DJ beeindruckt, der ihr einen Plattenvertrag verschafft.
1985: Ihren Durchbruch feiert die Sängerin mit ihrem ersten Album "Madonna" und der Single "Holiday". Zwei Jahre später landet sie mit "Like a Virgin" einen weiteren Welterfolg und beginnt, sich mit jedem Album neu zu erfinden.
1986: Trotz riesiger Popularität, ausverkaufter Tourneen, mehreren Nummer-eins-Hits infolge, kommt Madonna auf der Leinwand nicht gut an. Der Film "Shanghai Surprise" von Ex-Beatles Gitarrist George Harrison, in dem die Musikerin spielt, floppt.
1986: Als Madonna beim Videodreh in Los Angeles den Schauspieler Sean Penn kennenlernt, verliebt sie sich. So sehr, dass sie ihm das Album "True Blue" widmet und ihn heiratet. Die Ehe hält vier Jahre. Das Aus verarbeitet sie in ihrem Album "Like a Prayer".
1987: Madonna füllt die Hallen. Auf ihrer "Who's that Girl World Tour" spielt sie drei Mal nacheinander vor einem ausverkauftem Wembley Stadion in London, der Auftritt in Turin wird sogar per Satellit ins Fernsehen übertragen.
1990: Nach dem Ehe-Aus mit Sean Penn erfindet sich die Popdiva - wieder - neu. Das Musikvideo von "Like a Prayer" polarisiert so stark, dass Pepsi die Werbekampagne stoppt. Auf der "Blond Audition Tour" tritt sie als moderne Marilyn Monroe im Korsett von Jean Paul Gaultier auf und simuliert Masturbation. Der Vatikan fordert zum Boykott ihrer Konzerte auf.
1993: Auf dem roten Teppich von Cannes Dessous zeigen, den Bildband "Sex" herausgeben und als Domina auf der Bühne stehen, Anfang der Neunzigerjahre dreht sich bei Madonna alles um Erotik. Die "Girlie Show" Tour ist ausverkauft, konservative Institutionen protestieren - mal wieder.
1994: Madonna gewinnt die Goldene Himbeere, die Filme "Body of Evidence" und "Dangerous Game" floppen. Erfolgreicher ist sie nun aber wieder auf der Bühne: Nach der erfolgreichen "Girlie Show" veröffentlicht sie mit "Bedtime Stories" ein Album, auf dem sie viele Balladen singt. Ihre Bewerbung für die Hauptrolle in Andrew Lloyd Webbers Musical "Evita"? Wenn ja, dann funktioniert's. Die Sängerin bekommt die Rolle.
2003: Die Musikerin bringt 1996 ihre erste Tochter zur Welt, singt "Don't cry for me Argentina", gewinnt den Golden Globe für ihre Rolle in "Evita", wirft mit "Ray of Light" eines ihrer erfolgreichsten Alben auf den Markt, heiratet den Regisseur Guy Ritchie und wird erneut Mutter - turbulente Jahre für die Sängerin. Doch das Album "American Life" wird kein richtiger Hit. Erst der Kuss mit Britney Spears bei den MTV Video Music Awards bringt Madonna wieder ins Gespräch. Und das bis heute.
2004: Statt ein neues Album produzieren, geht Madonna auf Tour: Die "Re-Invention World Tour" ist natürlich ausverkauft. Auf der Bühne trägt sie Kostüme von Karl Lagerfeld und singt auf einem elektrischen Stuhl - eine Erinnerung an "Die Another Day", ihren populären Hit zum letzten "James Bond"?
2006: Obwohl sie sich bei einem Sturz vom Pferd Schlüsselbein, Hand und ein paar Rippen bricht, dreht Madonna zwei Monate später das Musikvideo zu "Hung Up", eines der größten Hits ihrer Karriere. Das dazu passende Album "Confessions on a Dance Floor" landet in 29 Ländern auf dem ersten Platz der Charts. Auf der Tour füllt sie allein das Wembley-Stadion in London acht Mal. Dass sie mit Dornenkrone auftritt und am Kreuz singt, ruft die Proteste von einigen Christen auf den Plan. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf prüft die Show, die Hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann ruft zum Boykott auf, erfolglos.
2007: Madonna macht wieder Schlagzeilen, diesmal allerdings nicht durch provokante Auftritte, sondern durch die Adoption Davids aus Malawi. Bis heute hat die Musikerin drei weitere Kinder aus dem afrikanischen Land adoptiert.
2008: Auch wenn es auf der Leinwand nie so richtig geklappt hat, lässt Madonna nicht vom Film ab. Mit "Filth and Wisdom" setzt sich die Musikerin zum ersten Mal auf den Regiestuhl. Der Film über Musiker, die auf den Durchbruch hoffen, wird auf der Berlinale gezeigt. Im selben Jahr beginnt die Queen of Pop ihre nächste Welttour, um das Album "Hard Candy" zu bewerben.
2008: Obwohl sie ihre "Sticky and Sweet Tour" wegen der Finanzkrise unterbricht und bei deren Fortsetzung zwei Menschen beim Bühnenaufbau in Marseille verunglücken, wird die Tour eine ihrer erfolgreichsten. Sie wird in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.
2015: Madonnas Album "Rebel Heart" ist das erste der letzten zehn Jahre, das in den USA nicht auf dem ersten Platz der Albumcharts landet.
2017: Auf dem Women's March in Washington D.C. hält Madonna eine Rede gegen Sexismus und für Frauenrechte. Sie positioniert sich gegen die Trump-Regierung. Das hat sie schon einmal bei George W. Bush getan - damals, munkelt man, hat das ihren Plattenverkäufen nicht gerade gutgetan.
2018: Mit Religion hat sie es ja sowieso immer. Dass die mit "Mode und die katholische Imagination" nun Motto der diesjährigen MET-Galas wurde, kam ihr da vielleicht ganz recht. Madonnas Eltern waren Katholiken, sie besuchte katholische Schulen, hat sich später aber immer wieder kritisch mit dem Christentum auseinander gesetzt. Seit 1996 ist die Sängerin Anhängerin der Kabbala-Lehre.
2018: Madonna macht Station in Malawi, dem Geburtsland ihrer vier Adoptivkinder. Hier unterstützt sie Kliniken und engagiert sich für benachteiligte Kinder.