Männer erobern das Sekretariat - DER SPIEGEL
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Männer als Sekretäre "Herr Müller, bitte zum Diktat"

Bislang war der Beruf der Sekräterin eher Frauen vorbehalten. Doch das Klischee der sich beim Diktat auf der Schreibtischkante räkelnden Tippse ist längst überholt. Die Anforderungen sind für Office-Manager deutlich gestiegen. Und immer mehr Männer erobern die Vorzimmer.
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"Frau Müller, bitte zum Diktat": Früher war das Vorzimmer zum Chef fest in weiblicher Hand. Das hat sich inwischen verändert. Immer mehr Männer arbeiten in dem einstigen Frauenberuf. mehr...

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Paradebeispiel: "Am Anfang waren die Leute noch überrascht, wenn sie in meiner Position einen Mann vorfanden, sagt Marc Schlichtmann, der 2008 zu "Deutschlands bester Sekretärin" gekürt wurde. "Doch inzwischen ist der Umgang völlig normal."

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Mehr als Tippen und Lochen: Die Aufgaben haben sich im Office Managment völlig verändert. Längst ist modernes Handwerkszeug gefragt. Inzwischen stehen Projektmanagement, Führungspsychologie und Grundlagen in Wirtschaftsfächern auf dem Programm in der Ausbildung.

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Vielseitig, interessant, ordentlich bezahlt: Office Manager und Managerinnen müssen bisweilen ganze Teams koordinieren, Zeitpläne kontrollieren und säumigen Mitarbeitern nachstellen. Ein Sekräter mit sechs bis neun Jahren Berufserfahrung bekommt bis zu 45.000 Euro pro Jahr. Persönliche Vorstandsassistenten und -sekretäre mit derselben Berufserfahrung kommen auf bis zu 60.000 Euro.

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Branchenüberblick: Andrea van Harten ist Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Sekretariat und Büromanagement (BSB). Die Frage, ob es mehr Männer in dem Beruf des Sekretärs gibt, beantwortet sie mit einem "klaren Ja".

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"Nicht nur an Oma delegieren, sondern Hemden auch mal selbst bügeln": Jürgen Wiesen leitet die Bénédict-Studienbetriebe in Saarbrücken und bildet Office Manager aus. Inzwischen liegt der Männeranteil bei bis zu 30 Prozent. Ein Grund für den Wandel in dem Beruf sei auch die Erziehung von jungen Männern.

Foto: privat
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Männerzuwachs: Renate van der Beek leitet die Europäische Wirtschafts- und Sprachenakademie (EWS) in Köln. Vor zehn Jahren waren Männer noch Exoten, inzwischen machen sie bis zu einem Viertel aller Teilnehmer aus.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?