Magermode: Kampf der Größe 0 - DER SPIEGEL
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Magermode Kampf der Größe 0

Ihr Vorstoß gilt als außergewöhnlich: Alexandra Shulman, Chefin der britischen "Vogue", hat sich in einem Brief an führende Designer über dürre Models beklagt. Die Couture sei so knapp geschnitten, dass nur noch dünnste Frauen sie tragen könnten. Fashion-Fotos müssten technisch "angedickt" werden.
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Alexandra Shulman, Chefredakteurin der britischen "Vogue", kritisierte in einem Brief an Star-Designer wie Karl Lagerfeld und John Galliano, dass die Modemagazine von den Designern geradezu gezwungen würden, immer dünnere Models für die Shootings ihrer Fotostrecken zu engagieren.

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Ob ausgerechnet eine "Vogue"-Chefin berufen ist, den Magerwahn zu kritisieren - hier ein Cover der amerikanischen Ausgabe aus dem Jahr 2004?

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Karl Lagerfeld, an den unter anderem Shulmans Schreiben gerichtet ist, mit Models im Jahr 1984. Diese Frauen wären für heutige Couture-Entwürfe wohl bereits zu "üppig".

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Sie machte den "Heroin-Chic" hip: Supermodel Kate Moss.

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Ein Model präsentiert einen Prada-Entwurf bei den Herbst-Winter-Schauen in Mailand am 1. März 2009. Vogue-Chefin Shulman kritisiert, Models seien heutzutage ...

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... Frauen mit "hervorstechenden Knochen, ohne Busen, ohne Hüften".

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Ein ausgemergeltes Model auf der "Rosa Cha Fashion Show" 2006 in New York.

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Frauen, die mit solchen Körpermaßen Mode vorführten - hier ein Model bei den spanischen "Pasarela Cibeles"-Schauen 2006 - lösten eine Debatte über eine "Mager-Selbstzensur" unter Designern aus.

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Zuletzt sorgte diese junge Frau für Aufsehen der negativen Art: Stephanie Naumoska stellte sich beim australischen Vorentscheid zur "Miss Universe" im April 2009 zur Wahl. Die 19-Jährige wiegt bei 1,80 Meter Körpergröße nur 49 Kilo - und hätte nie zur Wahl zugelassen werden dürfen, sagten Mediziner.

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Das Supermodel Erin O'Connor, von Lagerfeld als eines "der besten Models der Welt gepriesen", erhofft sich eine "enorme Wirkung" vom Vorstoß der in der Branche extrem einflussreichen Modejournalistin Shuleman: "Ihre Aktion macht das Thema jetzt geradezu zwingend relevant."

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