Brieftauben Neues vom Vogelkompass
Der innere Kompass von Brieftauben funktioniert anders als angenommen. Bisher glaubten viele Forscher, dass die Tiere über kleine magnetische Körnchen im Schnabel das Erdmagnetfeld wahrnehmen. Doch das scheint nicht zu stimmen.
Brieftauben in einem Taubenschlag (Archiv): Eine wesentliche Rolle bei der Navigation scheint das Erdmagnetfeld zu spielen. Die Tiere können offenbar mit einer Art innerem Kompass den Feldlinien folgen.
Foto: dapd
MRT-Aufnahme eines Taubenschnabels: Forscher konnten eisenhaltige Zellen in der Schnabelhaut identifizieren. Es handele sich dabei aber nicht um Nervenzellen, die Informationen über das Erdmagnetfeld ans Gehirn übermitteln, sondern um sogenannte Fresszellen des Immunsystems.
Foto: Johannes Riegler
Eisenreiche Zellen im Taubenschnabel: Nach Angaben der Forscher ist es praktisch ausgeschlossen, dass die Zellen ein Teil des Magnetsinns der Vögel sind. Die Suche nach dem körpereigenen Kompass der Vögel beginnt damit von vorn.
Foto: Keays, et al.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?