Tom Selleck Sooo 'nen Bart
Auch 2009 noch klar zu erkennen am markanten Schnäuzer und der lässig getönten Sonnenbrille: US-Schauspieler Tom Selleck, der an diesem Freitag Geburtstag feiert.
Und so sah der inzwischen 70-Jährige in den Achtzigerjahren aus. Damals war Selleck als Privatdedektiv Thomas Sullivan Magnum IV (!) in der Erfolgsserie "Magnum" unterwegs.
In "Magnum" prägte Pornobalken-Propagandist Selleck auch eine der streitbarsten Modeerscheinuungen des vergangenen Jahrhunderts: Hawaiihemden. Der fragwürdige Trend landete prompt auch im deutschen Fernsehen.
Wenngleich man über einen direkten Vergleich zwischen Tom Selleck und Jürgen von der Lippe durchaus streiten könnte, nein, sogar streiten muss. Immerhin: An Oberlippenhaar mangelt's auch dem Vorabend-Profi nicht.
Dieses drollige Bild entstand während der Dreharbeiten zum Kinofilm "3 Men and a Baby", in dem sich Selleck (Mitte) 1987 mit Ted Danson und Steve Guttenberg um einen Säugling kümmerte.
Was dem lässigsten Privatdetektiv der Fernsehgeschichte eher so mittelprächtig gelang. Sellecks Coolness ging so weit, dass er das Angebot kurzerhand ausschlug, die Titelrolle im ersten "Terminator"-Film zu übernehmen. Ob er sonst wohl heute kalifornischer Gouverneur wäre?
Ach ja, der Pornobalken: Der Schnurrbart des Schauspielers (hier 1994 mit Schriftsteller Tom Clancy) soll auch Sellecks Ehe geprägt haben: Seine Frau habe ihm im Falle einer vollständigen Gesichtsrasur mit der Scheidung gedroht, verriet er einmal.
Das natürlich ist nicht Selleck. Aber der Beweis dafür, dass selbst kokainkonsumierende Fußballtrainer wie Christoph Daum Selleck nacheiferten. Oder schlicht in den Achtzigerjahren hängengeblieben sind.
Was bei Christoph Daum nicht vollends gelang, bewies unter anderem Schauspieler Burt Reynolds 1980 im Film "Das ausgekochte Schlitzohr ist wieder auf Achse": Dem Schlitzohr stand der Schnäuzer vorzüglich. Oder etwa nicht?
Ganz neu war die Idee mit dem ausladenenden Oberlippen-Bewuchs selbstredend nicht. Auch das hat Albert Einstein bewiesen. Über andere Figuren der deutschen Geschichte schweigen wir uns aus.