Maischberger: Doping-Talk mit Perikles Simon - DER SPIEGEL
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Doping-Talk bei Maischberger Märchenerzähler und Plauderonkel

Fußball-EM und Olympia stehen bevor, doch angesichts der jüngsten Dopingaffäre fragte Maischberger: "Wie kaputt ist der Sport?" Bevor vernünftig diskutiert wurde, ging es erst einmal um russische Märchen.
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Talkrunde bei Sandra Maischberger: Über Doping sprach die Moderatorin (Mitte) mit Prof. Dr. Perikles Simon (Sportmediziner), Michael Vesper (Vorstandsvorsitzender Deutschen Olympischen Sportbundes), Ines Geipel (ehemalige Leichtathletin und Dopingopfer), Peter Neururer (Fußballtrainer), Hajo Seppelt (ARD-Dopingexperte) und Ivan Rodionov (russischer Journalist).

Foto: WDR/ Max Kohr
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Anlass waren die Doping-Enthüllungen über russische Spitzensportler. Stimmt alles nicht, sagte der "Russia Today"-Journalist Ivan Rodionov (rechts) - und der Gesichtsausdruck des ARD-Dopingexperten Hajo Seppelt ließ den Zuschauer fürchten, gleich werde er seinem Sitznachbarn mit körperlichen Argumenten klarmachen, dass er doch bitte aufhören solle, weiter russische Märchen zu erzählen.

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Seppelt selbst hatte mit seinen Recherchen das Thema um ein paar düstere Kapitel erweitert: Dunkle Machenschaften im russischen Sport, von ganz oben organisiert? Vom Geheimdienst ausgetauschte Proben? Gesperrte Trainer, die in Lieferwagen mit abgedunkelten Scheiben trotzdem weiterarbeiten? Positive Dopingfälle, die man mit einer gewissen Summe "aufkaufen" kann?

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Ines Geipel, ehemalige Leichtathletin und Vorsitzende des Vereins Doping-Opfer-Hilfe, machte deutlich, dass es beim Doping um viel mehr geht als nur um Betrug an Zuschauern und den sauberen Athleten: "Hier werden Sportler physisch und psychisch vergewaltigt."

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Der Sportmediziner Perikles Simon gab auf die Frage, ob man auch noch ohne Doping gewinnen könne, die ernüchternde Antwort: "Nur Mutanten." Das musste Michael Vesper (rechts) von Amts wegen anzweifeln. Doch der Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes machte in der Runde eher den Eindruck eines netten Plauderonkels - und nicht den eines Spitzenfunktionärs.

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