Maischberger-Talk: Skandalthema dringend gesucht - DER SPIEGEL
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Maischberger-Talk Skandalthema dringend gesucht

Was haben der Zapfenstreich für Christian Wulff, die Ertragslage der Autoindustrie und die Probleme des Berliner Friseurhandwerks miteinander zu tun? Eigentlich nichts. Es sei denn, für eine öffentlich-rechtliche Talkshow wird dringend ein Skandalthema gesucht.
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Talkrunde bei Maischberger: Der offenkundige Versuch, der end- und mittlerweile zunehmend würdelosen Debatte um den scheidenden Bundespräsidenten diesmal durch die Kombination mit dem Dauerthema Niedriglöhne auch noch das letzte bisschen populistischen Zunder abzutrotzen, ging gründlich daneben. Denn in der Sendung mochte sich kaum Streit über die Themen entwickeln.

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Ein wenig verloren saß eine junge Frau aus Berlin in der Runde. Sie hat nach dem Abitur Köchin gelernt und arbeitet zu einem Monatslohn von 875 Euro brutto, ohne dass ihr die 70 Überstunden vergütet werden. Deswegen hat sie jetzt ihren Arbeitgeber verklagt. Ihr Schicksal löste bei den übrigen Beteiligten allerlei entrüstete Bemerkungen und besorgte Fragen aus.

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Dass Unternehmer Rogowski den gesetzlichen Mindestlohn ablehnt, Gewerkschafter Hück hingegen für ihn kämpft, vermochte niemanden zu überraschen.

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Immerhin konnte der Zuschauer Zeuge des nicht alltäglichen Ereignisses werden, dass Linken-Fraktionschef Gregor Gysi (r.) und FDP-Geschäftsführer Patrick Döring (l.) einander verständisinnig zunickten. Beide konnten nicht verstehen, dass der scheidende Bundespräsident Wulff nun außer auf dem Ehrensold auch noch auf Dienstwagen und Büro beharre.

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