Malala Yousafzai "Feminismus ist ein anderes Wort für Gleichheit"
Malala Yousafzai ist die jüngste Friedensnobelpreisträgerin aller Zeiten. Die damals 15-Jährige war 2012 im Swat-Tal in Pakistan von Taliban angeschossen und schwer verletzt worden - weil sie für die Schulbildung von Mädchen kämpfte. Im Jahr 2014 wurde ihr für ihren Einsatz für das Recht von Kindern auf Bildung der Friedensnobelpreis zuerkannt. Das Bild entstand im Januar 2018 auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.
Malala Yousafzai mit ihrem Bruder und ihrem Vater. 2014/15 begleitete ein Filmteam sie und ihre Familie 18 Monate lang - und dokumentierte ein "geradezu grotesk glückliches, unbeschwertes Familienleben", wie SPIEGEL-ONLINE-Rezensent Lars-Olav Beier schrieb.
"Es ist ein bisschen so, als würde man von einem leuchtenden, nein: einem gleißenden Vorbild geblendet", war das Fazit von Beier über den Film "Malala - Ihr Recht auf Bildung". Malala werde zu Recht für ihre Sanftmut und ihre Reinheit bewundert.
Sogar ein Asteroid wurde 2015 von der Nasa nach Malala benannt. Ihren Namen hatte einst ihr Vater gewählt, weil eine legendäre afghanische Freiheitskämpferin so heißt.
Emma Watson und Malala Yousafzai im Gespräch: Die Schauspielerin interviewte die Friedensnobelpreisträgerin 2015 für eine Dokumentation über Feminismus.
Ihr selbst sei das Wort Feminist nicht so einfach über die Lippen gegangen, sagte Malala - bis sie die Rede von Sonderbotschafterin Emma Watson vor der Uno gehört habe. "Feminismus ist ein anderes Wort für Gleichheit", ist sie nun überzeugt.