Malala Yousafzai Schülerin, Opfer, Heldin
Malala Yousafzai bei ihrem Auftritt vor der Uno: Die Taliban fordern das Mädchen zur Rückkehr nach Pakistan auf.
Im Oktober 2012 war die pakistanische Aktivistin in ihrer Heimat von den Taliban gezielt niedergeschossen worden.
Malala Yousafzai winkt, als sie im Januar das Queen-Elizabeth-Krankenhaus in Birmingham verlässt. Das Mädchen will ihre Lebensgeschichte jetzt in einem Buch erzählen. Unter anderem deshalb gibt es in Pakistan inzwischen auch Kritik an dem Hype um Malala.
"Mir geht es besser": Zuletzt hatte sich das Mädchen in einer Videobotschaft zu Wort gemeldet und darin über ihren Genesungsprozess gesprochen. Auch vom Krankenbett erneuerte sie ihre Forderung nach mehr Bildung für Kinder.
Verletzte Schülerin: Mitglieder der Taliban schossen im Swat-Tal auf die damals 14-Jährige. Seit Jahren stand sie auf der Liste der Extremisten - weil sie regelmäßig Blog-Einträge verfasst hatte. Doch Malala überlebte den Angriff und wurde rasch zu einer internationalen Friedensikone.
Nach den Schüssen wurde das Mädchen in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand war kritisch. Zahlreiche Operationen, unter anderem in Großbritannien, retteten ihr das Leben.
Bei dem Attentat wurde auch eine Mitschülerin verletzt.
Kämpfer der Taliban: Ein radikaler Islamist hatte das Mädchen mit einem Kopfschuss niedergestreckt. Die Taliban verteidigten die Tat: "Sie hat den Tod verdient", erklärten die Extremisten in einem Schreiben. Das Kind habe die Taliban kritisiert und gleichzeitig "den größten Feind des Islam, die USA, verherrlicht".
Malala Yousafzai wurde berühmt, als sie im Dezember 2011 vom damaligen Regierungschef für ihr Engagement für das Recht auf Bildung von Mädchen mit dem nationalen Friedenspreis ausgezeichnet wurde, den die Regierung erstmalig vergab. Zudem hatte sie in ihrem Blog über die Terrorherrschaft der Taliban geschrieben.