Manchester Modenschau mit echten Menschen
Modeln? Kann sie auch: Auf den Catwalk des Künstlers Jeremy Deller dürfen ganz alltägliche Menschen statt Models - junge, alte, Frauen, Männer, extrovertierte...
Den Zuschauern scheint der Unterschied wenig auszumachen: Sie feiern die rund 150 Einwohner, die auf dem 100 Meter langen Laufsteg wandeln.
Das Kunstprojekt soll die Geschichte der Stadt anhand seiner Einwohner erzählen. Bei der Show laufen auch Menschen mit, die sich bei dem Bombenattentat auf die Manchester Arena hervortaten.
Auch ein ehemaliger Gefängnisinsasse nutzt die Öffentlichkeit, um auf seine Geschichte aufmerksam zu machen. Die Show läuft unter dem Titel "Was ist die Stadt außer den Menschen?"
Jedem der Teilnehmer wird dafür applaudiert, er oder sie selbst zu sein, in welcher Form auch immer.
Der Musiker und Sänger John Robb nimmt ebenfalls an dem Auflauf teil. Die Show war lange vor dem Bombenattentat auf das Konzert von Ariana Grande in der Manchester Arena geplant.
Der Laufsteg ist der Auftakt für das alle zwei Jahre stattfindende Kunstevent Manchester International Festival.
Einige Teilnehmer kommen in Arbeitskleidung wie diese Imker.
Andere sind fantasievoller kostümiert. Jüngster Teilnehmer ist der vier Tage alte James, als ältestes Modell steigt die 99-Jährige Mickie mit einem Spazierstock auf die Bühne.
Der Künstler Jeremy Deller will mit der Installation ein lebendiges Selbstporträt der Stadt erschaffen.
Die Einwohner sollen innehalten und mehr über die Menschen nachdenken, die sie täglich in der Stadt treffen. Mit diesem Gedanken soll das Festival auch wieder stärker in Manchester verankert werden.