Marc Wilmots Vom "Stier" zum "Kampfschwein"
Starker Mann an der Seitenlinie: Seit 2012 ist Marc Wilmots Cheftrainer der belgischen Fußball-Nationalmannschaft. Wie schon zu Zeiten als Profi lebt der "Stier aus Dongelberg", so ein früher Spitzname, seinen Job mit vollem Körpereinsatz.
Dynamisch, dribbelstark, torgefährlich: Wilmots begann seine Profi-Karriere beim SSV St. Truiden, von 1988 bis 1991 spielte er für Mechelen. In dieser Zeit schaffte es der offensive Mittelfeldspieler auch in die Nationalmannschaft. Hier liefert er sich in einer Partie im Jahre 1993 ein Laufduell mit dem Rumänen Daniel Prodan.
Insgesamt kam Wilmots auf 70 Länderspiele, sein Debüt feierte er 1990, das letzte absolvierte er 2002 beim WM-Achtelfinale gegen Brasilien. Wilmots erzielte damals ein Tor zur vermeintlichen 1:0-Führung, doch der Treffer wurde zu Unrecht nicht gegeben. Am Ende gewann Brasilien 2:0 - und sicherte sich letztlich den Titel durch ein 2:0 im Finale gegen Deutschland.
Seine beste Zeit hatte Marc Wilmots in der Bundesliga, bei Schalke 04. 1996 wechselte er zu den "Königsblauen", bereits 1997 hatte er entscheidenden Anteil am Uefa-Cup-Triumph des Clubs. Wilmots wurde zum Kultkicker "Willi, das Kampfschwein".
Wilmots verließ Schalke im Jahr 2000 in Richtung Bordeaux, doch bei den Franzosen war schon nach einem Jahr wieder Schluss - es folgte die direkte Rückkehr zu Schalke.
Tatsächlich feierte der Belgier mit S04 noch einen Titelgewinn, beim 4:2-Sieg im Finale des DFB Pokals wurde er allerdings nur eingewechselt. Ein Jahr später beendete Wilmots seine Spielerkarriere und trainierte kurzfristig die Schalke-Profis, nachdem Frank Neubarth entlassen worden war. Nach Stationen in Belgien und zwischenzeitlicher Arbeit als Politiker ist Wilmots beim belgischen Fußballverband angestellt.