Marco Reus Das Stehaufmännchen
Bei der Wahl des "Kicker" entschieden sich die deutschen Sportjournalisten für ihn: Vor Kai Havertz und Joshua Kimmich wurde Borussia Dortmunds Kapitän Marco Reus zum "Fußballer des Jahres gewählt".
Dabei ging er mit dem Handicap einer großen Enttäuschung in die Saison: Im Sommer 2018 erfüllte sich bei der WM in Russland der Traum vom Weltmeistertitel nicht. Trotz seines Tores zum 1:1 gegen Schweden im zweiten Vorrundenspiel.
Nach der 0:2-Niederlage gegen Südkorea war die DFB-Elf sensationell nach der Gruppenphase ausgeschieden.
So blieb es bei einem Karrieretitel für Reus: 2017 gewann er mit dem BVB den DFB-Pokal. 2:1 hieß es im Finale gegen Eintracht Frankfurt. Auch dieser Titel war von einer Verletzung Reus' überschattet: Wegen eines Teilrisses des Kreuzbands im rechten Knie wurde er zur Pause ausgewechselt. Bereits im Jahr zuvor hatte er die EM in Frankreich verletzt verpasst.
Sein größter Tiefschlag: Im Vorfeld zur WM 2014 in Brasilien galt Reus als überragender deutscher Spieler. Beim Vorbereitungsspiel gegen Armenien verletzte er sich in Mainz schwer. Reus verpasste die WM und die Mannschaft holte ohne ihn den Titel.
Bereits 2012 war Reus zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt worden. Damals noch im Trikot von Borussia Mönchengladbach: 18 Tore trug er zur Qualifikation der Borussia zur Champions League bei, bevor er nach Dortmund wechselte.
In der Saison 2018/19 blieb Reus ohne größere Verletzung und spielte überragend auf 17 Tore und elf Assists führten den BVB zum Vizemeistertitel. Der Lohn: Reus wurde zum ersten Dortmunder nach Jürgen Kohler 1997 zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt.