Margot Honeckers Chauffeur - DER SPIEGEL
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Margot Honeckers Chauffeur "In ihrer Handtasche steckte immer eine Pistole"

In der Öffentlichkeit war sie "Genossin Minister", ihr Fahrer nannte sie einfach "die Margot": 15 Jahre chauffierte Georg Melzer Margot Honecker und kam der First Lady der DDR so nahe wie wenige. Nach der Wende erinnerte er sich an West-Shopping in der Waldsiedlung und Schimpftiraden gegen Politikerfrauen. Von Klaus Taubert
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Georg Melzer fuhr 15 Jahre die "First Lady" der DDR, Margot Honecker - hier steht der Chauffeur 1991 vor dem Honecker-Haus in der Waldsiedlung bei Wandlitz.

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Staatsbesuch aus Afrika: DDR-Bildungsministerin Margot Honecker begrüßt Samora Moisés Machel, Präsident der Volkskrepublik Mosambik, im März 1983 in Ost-Berlin. Am 2. November 1989 trat die Politikergattin nach harter Kritik an ihrer Bildungspolitik von dem Amt zurück - ihr Chauffeur Georg Melzer musste sich einen neuen Job suchen.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1983-0303-423

Foto: Das Bundesarchiv/Hubert Link
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Margot Feist im Gespräch mit der Volkskammerabgeordneten Hannelore Baender während der 13. Sitzung der DDR-Volkskammer am 31. Oktober 1951. Margot bevorzugte Kostüme in Grau, erinnert sich ihr Chauffeur Georg Melzer. Später trug sie auch Blau, die Lieblingsfarbe ihres Mannes Erich Honecker.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-12425-0011

Foto: Das Bundesarchiv/Horst Sturm
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Auch bei festlichen Anlässen wie beim Sportlerball in Berlin am 31. August 1984 im Palast der Republik verzichtete Margot Honecker auf Schmuck jeder Art. Ihr ergrautes Haar ließ sie sich leicht lila färben. Mit auf dem Bild: Erich Honecker, Generalsekretär des ZK der SED und Vorsitzender des Staatsrates der DDR, Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Katarina Witt sowie Willi Stoph, Mitglied des Politbüros des ZK der SED und Vorsitzender des Ministerrats der DDR, und Bahnradsprinter Lutz Heßlich (von links).

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1984-0831-421

Foto: Das Bundesarchiv/Klaus Franke
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"Es lebe die Nationale Front": Die jüngste Abgeordnete der Volkskammer, Margot Feist - die spätere Gattin des DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker -, beglückwünscht Wilhelm Pieck zu seiner Wahl als Staatspräsident. Auf der 9. Tagung des Deutschen Volksrates am 7. Oktober 1949 in Berlin wurde die DDR gegründet und das Manifest "Die Nationale Front des demokratischen Deutschland" verabschiedet.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-M0502-306

Foto: Das Bundesarchiv/Otto Donath
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Mangelversorgung in der DDR: Vor einem Geschäft in Jena bildet sich 1987 eine lange Warteschlange. "Was haben die Leute da wieder für eine Scheiße geplant?", fragte Margot Honecker einmal ihren Chauffeur Georg Melzer, nachdem sie auf die Lebensmittelknappheit in der DDR aufmerksam geworden war. Die Frau des SED-Chefs ahnte nicht, wie ernst die Lage war.

Foto: Siegfried Wittenburg
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Ein "ausgemachter Verräter": Lech Walesa, Vorsitzender der Gewerkschaft Solidarnosc, spricht 1980 zu den Arbeitern der Lenin-Werft in Danzig. "Diese Verbrecherbande will das Land aus dem Untergrund heraus aufrollen. Walesa ist doch ein ausgemachter Verräter", beschimpfte Margot Honecker den späteren Friedensnobelpreisträger und Staatspräsidenten Polens.

Foto: dpa
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Kein Halten mehr: DDR-Flüchtlinge drängen am 19. August 1989 bei Sopron, Ungarn, durch ein Grenztor in die Freiheit. Zur Massenflucht sagte Margot Honecker: "Sind die Leute so blöd? Die haben doch in der Schule gelernt, was Kapitalismus bedeutet."

Foto: REUTERS
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Festempfang: Anlässlich des 40. Jahrestags der DDR hatte der Generalsekretär der SED und Vorsitzende des Staatsrates der DDR, Erich Honecker (stehend), am Abend des 7. Oktober 1989 in den Palast der Republik verdienstvolle Bürger aller Klassen und Schichten sowie ausländische Gäste der Feierlichkeiten zu einem festlichen Empfang eingeladen. Links neben Honecker sitzt Michail Gorbatschow, rechts seine Gattin Margot. Neben Gorbatschow links sitzt seine Frau Raissa, auf die Margot Honecker eine unbändige Wut hatte.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1989-1007-068

Foto: Das Bundesarchiv/Rainer Mittelstädt
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Wut auf Raissa: Russlands Präsident Michail Gorbatschow mit seiner Frau Raissa im September 1995 in San Francisco. Margot Honecker schimpfte über die Politikergattinnen, die ihre Männer auf Reisen begleiteten. "Was haben die Weiber da zu suchen, wo über Weltpolitik entschieden wird?"

Foto: AP
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Honecker und der "Falschspieler": Bundeskanzler Helmut Kohl und DDR-Staatsratsvorsitzender, Erich Honecker, vor dem Bonner Kanzleramt am 7. September 1987. "Der Kohl spielt doch mit falschen Karten", war sich Margot Honecker sicher.

Foto: DPA
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Erich Honecker bei einem Spaziergang im Winter 1977 mit seiner Frau Margot, Tochter Sonja und seinem Enkelsohn Roberto.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-W0910-321

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Residenz der "First Lady": Jeden Montag, Mittwoch und Freitag holte Chauffeur Georg Melzer Erich Honeckers Frau Margot vor diesem zweigeschossigen Haus Nummer in der Waldsiedlung Wandlitz ab.

Foto: AP
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Margot und Erich Honecker spazieren am 22. März 1992 auf dem Gelände der chilenischen Botschaft in Moskau. Als im Dezember 1990 gegen den DDR-Staatsratsvorsitzenden Haftbefehl ergangen war, war das Ehepaar in die russische Hauptstadt geflohen.

Foto: TANYA MAKEEVA/ AP
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Rückendeckung: Der frühere DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker verlässt am 29. Juli 1992 mit geballter Faust die chilenische Botschaft in Moskau, begleitet vom chilenischen Sonderbotschafter R. James Holger. Im Hintergrund steht seine Frau Margot Honecker. Ihr Mann war nach dem Zusammenbruch des SED-Regimes in der DDR am 13. März 1991 nach Moskau geflüchtet, um einer strafrechtlichen Verfolgung durch die deutsche Justiz zu entgehen. Erst nachdem ihm weder die russische noch die chilenische Regierung weiter Schutz gewähren wollten, kehrte er nach Deutschland zurück.

Foto: epa/ dpa
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Am Grab des Mannes: Margot Honecker am 30. Mai 1994 während der Trauerfeier für den früheren Staats- und Parteichef der DDR, Erich Honecker, auf dem Zentralfriedhof in Santiago in Chile.

Foto: B2800 epa/ dpa
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