Marina Silva: Grüne Kämpferin - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Marina Silva Grüne Kämpferin

Marina Silva kämpft für Umweltschutz und gegen Raubbau an der Natur. Für die Grünen möchte sie nun das brasilianische Präsidentenamt erobern. Zwar ist sie Außenseiterin, die Stimmen ihrer Sympathisanten könnten aber im Falle einer Stichwahl entscheidend sein.
1 / 6

Marina Silva stammt aus einer Arbeiterfamilie, sie wurde 1958 als eines von elf Kindern geboren. Erst mit 16 Jahren lernte sie lesen und schreiben. Sie arbeitete als Hausangestellte, studierte später Geschichte und schloss sich als Studentin einer kommunistischen Splittergruppe an, die bald in der Arbeiterpartei PT aufgehen sollte. Für ihr Umweltengagement erhielt sie bereits 1996 den Goldman Environmental Prize.

Foto: PAUL SAKUMA/ ASSOCIATED PRESS
2 / 6

1990 wurde Silva als Bundesstaatsabgeordnete gewählt, 1994 kam sie mit 36 Jahren erstmals in den Senat und wurde als jüngste Senatorin Brasiliens zu einer festen Größe in der internationalen Umweltschutzszene.

Foto: ? Reuters Photographer / Reuters/ REUTERS
3 / 6

2002 holte Lula sie in seine Regierung und machte sie zur Umweltministerin. Unter Silvas Ägide wurden in Brasilien mehr Nationalparks ausgewiesen als je zuvor.

Foto: Silvia Izquierdo/ ASSOCIATED PRESS
4 / 6

Als "ökologische Hoffnung" in Lulas Kabinett angetreten, war sie mit ihren Vorstellungen jedoch stets im Konflikt mit der Wirtschafts- und Wachstumspolitik des Präsidenten. 2008 trat sie entnervt zurück: "Es ist besser, den Job zu verlieren als den gesunden Menschenverstand."

Foto: ? Jamil Bittar / Reuters/ REUTERS
5 / 6

Nach ihrem Rückzug wurde sie zunächst wieder als Senatorin und Kolumnistin aktiv, bevor sie sich als Kandidatin für das Präsidentenamt aufstellen ließ.

Foto: Andre Penner/ ASSOCIATED PRESS
6 / 6

Beim ersten Wahlgang am 3. Oktober 2010 gelang Silva ein Überraschungserfolg: Sie holte knapp 20 Prozent der Stimmen - mehr als sie in ihren kühnsten Träumen zu hoffen gewagt hatte. Silva trat zwar beim zweiten Wahlgang nicht an - sie hat aber dem modernen, jungen Brasilien ein Gesicht gegeben.

Foto: NACHO DOCE/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?