Italien Montis Milliarden-Sparpaket
Mario Monti im römischen Abgeordnetenhaus: Der Premier hat ein neues Sparpaket aufgestellt. Zehn Milliarden Euro sollen noch in diesem Jahr gespart werden, das Kabinett soll bis Freitag das neue, schnell zusammengeschusterte Sparpaket beschließen.
Monti mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch in Rom
Harter Sparkommissar: Enrico Bondi, 77 Jahre und erfahrener Unternehmenssanierer, wurde von Monti mit der "spending review", einer umfassenden Überprüfung der öffentlichen Ausgaben, beauftragt. Nun liegen erste Schritte vor.
Straße im Zentrum Roms: Mit den neuen Einsparungen will Monti erreichen, dass die geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer ausfällt. Im Oktober sollte die eigentlich von 21 auf 23 Prozent steigen - doch die höheren Steuern kann sich Italiens schwächelnde Wirtschaft nicht leisten.
Gewerkschaftsführer haben die öffentlich Beschäftigten bereits zum Generalstreik gegen das Sparpaket aufgerufen, weil bei den Einsparungen die soziale Balance fehle. Hier eine Protestaktion an einem Geldautomaten in Rom im Juni.