Markthalle in Rom - DER SPIEGEL
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Verkäufer in Rom Frust auf dem Markt

Das Regierungschaos in Italien frustriert viele Bürger. Auf einem Obst- und Gemüsemarkt in Rom erzählen Händler aber auch von wachsender Armut, Euro-Ärger und Rechtsruck. Ein Besuch.
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Maurizio Petrangeli ist seit 32 Jahren "Fruttivendolo e Erbivendolo" (Obst- und Gemüsehändler) auf dem Mercato dell'Unità. Seine Arbeit hat er immer geliebt. Aber sie ernährt ihn kaum noch, nach zehn Jahren Wirtschaftskrise in Italien.

Foto: Claus Hecking
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Marktpanorama in Rom: Immer weniger Händler bieten ihre Waren an - eine Auswirkung der Wirtschaftskrise.

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Er sei der etablierten Parteien überdrüssig, sagt Fleischer Giuseppe di Gregorio. Sie hätten Italien in Europa schlecht vertreten. Sie seien schuld am Euro, der alles drastisch verteuert habe, von den Mieten über den Strom bis zum Fleisch, das er auf dem Großmarkt einkauft.

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Zaid Abu, der vor 16 Jahren aus Bangladesch nach Italien kam, hat seinen Stand gleich gegenüber von Petrangeli. Er ist hier der einzige Fruttivendolo, der Obst zum Sofortessen anbietet, appetitlich drapiert auf Eis.

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Das Marktgebäude von außen: Prati, die gutbürgerliche Gegend zwischen dem Vatikan und der Engelsburg, war immer ein wohlhabender Stadtteil. Und das Herz des Viertels schlug im Mercato dell'Unità.

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Die Marktstände nach Ladenschluss: Von einst 130 Ständen sind keine 40 mehr übrig. Und nur noch etwa die Hälfte davon haben Italiener gepachtet; fast alle sind 50 oder älter. Die anderen Betreiber sind Araber, Südostasiaten, Südamerikaner.

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Feierabend: Früher haben die Händler nach Feierabend im Mercato dell'Unità ab und an zusammen gesessen und ein Glas Wein getrunken. Das gebe es heute nicht mehr, sagt Fleischer di Gregorio. "Es geht nur noch um Business."

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?