Mars-Experiment: Ab in die Röhre - DER SPIEGEL
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Mars-Experiment Ab in die Röhre

Kein Tageslicht, keine Frischluft, keinen Kontakt zur Außenwelt: 18 Monate lang stellen sich die Männer von "Mars500" den Strapazen, die bei der simulierten Reise zum Mars unausweichlich sind. Sobald die Luke geschlossen ist, bleibt der Crew nur noch eines: Durchhalten und nicht Durchdrehen.
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Diego Urbani (rechts) aus Italien und der russische Militärarzt der kosmischen Streitkräfte Alexander Smolejewski: Am 3. Juni 2010 beginnt für sechs "Astronauten" eine virtuelle Reise zum Mars. 520 Tage erleben sie auf engstem Raum in einem fest verschlossenen Container im Moskauer Institut für Biomedizinische Probleme (IBMP) Strapazen und Isolation eines Langzeitflugs.

Foto: dpa
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Wohnmodul des "Mars500"-Projekts: Jedem der sechs Crewmitglieder steht eine Kajüte von drei Quadratmetern zur Verfügung.

Foto: SERGEI KARPUKHIN/ REUTERS
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"Botschka": Tonne, nennen die Männer am Moskauer Institut für Biomedizinische Probleme das beengte Röhrensystem, das sie 520 Tage miteinander teilen müssen.

Foto: SERGEI KARPUKHIN/ REUTERS
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Luke: Funksprüche wird die Mannschaft nur mit 20-minütiger Verzögerung empfangen, ganz so, als schwebte sie bereits weit entfernt von der Erde durch das All.

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Planet Mars: Am Donnerstag startet der Hauptteil des "Mars500"-Experiments und das längste jemals durchgeführte Weltraum-Simulationsexperiment: 18 Monate, so lang würde nach heutigem Stand der Antriebstechnik eine Mission zum Roten Planeten ungefähr dauern - 250 Tage für den Hinflug, 240 Tage für den Rückweg und 30 Tage für einen Aufenthalt auf der Marsoberfläche.

Foto: DDP / NASA / Astrofoto
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"Mars500"-Module: Das Experiment findet, wie bereits die 105-Tage-Studie im Jahr 2009, in einer speziellen Versuchsanlage des IMBP in Moskau statt.

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"Mars500"-Modul: Selbst die unwirtliche Umgebung auf dem Mars wurde in Moskau nachmodelliert - in einem Container, mit Sand, Steinen und billigen Lichterketten, die den Sternenhimmel imitieren sollen.

Foto: ESA / S.Corvaja
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Romain Charles: Der 31-jährige Franzose ist einer der sechs Crewmitglieder, die sich im Dienste der Weltraumforschung den Strapazen stellen.

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Training für das "Mars500"-Projekt: Zwar sind die Männer am Moskauer Boden weder kosmischer Strahlung noch der Schwerelosigkeit ausgesetzt. Dennoch soll das Experiment Erkenntnisse liefern, wie der Mensch auf die extremen Belastungen eines Langzeitflugs reagiert, vor allem auf die lange Isolation.

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Diego Urbani im Raumanzug: Auch die Landung auf dem Mars und der Ausstieg aus der Kapsel werden simuliert.

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30 Kilogramm wiegt ein Raumanzug. Wie man ihn an- und auszieht mussten die Crewmitglieder vorher üben.

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Crewmitglieder: Während der 520 Tage sind rund hundert Versuche in den Bereichen Psychologie und Psychophysiologie, klinischer Diagnostik, Physiologie und Mikrobiologie geplant. Von besonderem Interesse für die Wissenschaftler sind die Auswirkungen der Isolation auf die psychische und physiologische Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Crew.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?