Mars-Experiment: Für drei Monate eingesperrt - DER SPIEGEL
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Mars-Experiment Für drei Monate eingesperrt

Mehr als hundert Tage ohne Chance zum Ausstieg: Der Bundeswehrsoldat Oliver Knickel lässt sich in Moskau in einem nachgebauten Raumschiff einschließen. Mit seiner Hilfe wollen Forscher herausfinden, wie zukünftige Mars-Missionen ablaufen könnten.
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Herzlich willkommen: Am Moskauer Institut für Biomedizinische Probleme werden ein Deutscher, ein Franzose und vier Russen für drei Monate auf 180 Quadratmetern eingesperrt. Die Gruppe soll herausfinden, wie zukünftige Mars-Missionen ablaufen könnten.

Foto: AFP
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Erschwerte Bedingungen: Die Probanden können nur über Funk oder E-Mail mit der Außenwelt kommunizieren. Und dann müssen sie zum Teil gehörige Wartezeiten in Kauf nehmen: Kontakte können bis zu 40 Minuten dauern. Wegen der langen Signallaufzeiten wäre das auch bei einer echten Mars-Mission der Fall.

Foto: ESA
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Versuchsteilnehmer Oliver Knickel: Der in Hamburg lebende Maschinenbauingenieur ist seit 1999 bei der Bundeswehr. Nach einer Offiziersausbildung war er 2002 für drei Monate in Afghanistan. Seit Oktober lehrt er unter anderem an der Fachschule des Heeres für Technik in den Fächern Mathematik, Elektroingenieurswesen und Mechanik.

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Cyrille Fournier: Auch der französische Air-France-Pilot lässt sich ab dem 31. März in Moskau einschließen.

Foto: ESA
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Strenge Tests: Auf eine Ausschreibung der Esa hatten sich 5600 Interessenten gemeldet. Zwei von ihnen haben die Vorauswahl nun überstanden, zwei weitere sind Ersatzkandidaten und übernehmen in dem Versuch die Rolle der Bodenkontrolle.

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Simuliertes Raumschiff in Moskau: Ein früheres Isolationsexperiment der Russen ging fatal aus. Bei der "SFINCSS"-Studie, an der drei Männer und eine Frau in einem Nachbau der Raumstation "Mir" teilgenommen hatten, war es 1999 zu schweren Spannungen zwischen den Crew-Teilnehmern gekommen. Bei einer Prügelei spritze Blut, ein japanischer Proband brach den Versuch vollkommen entnervt ab.

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