Illustrationen Martin Luthers wildes Studentenleben
Im Jahr 1501 kommt Martin Luther zum Studium ins thüringische Erfurt. Bei seiner Ankunft ist der 17-Jährige aus dem Örtchen Mansfeld überwältigt vom Gewusel der Stadt.
Als Ludher ex mansfeldt ließ er sich immatrikulieren. Zu Martin Luther wird er erst Jahre später.
An der Uni herrschen aufwendige Aufnahmerituale. Der Neuling wird als Tier verkleidet.
Wildes Nachtleben: Erfurt sei ein "Hurhaus und Bierhaus" gewesen, sagte Luther rückblickend.
Ausschweifendes Studentenleben: Trotz strenger Regeln ziehen die jungen Männer gern nachts um die Häuser.
Düstere Seiten: In Erfurt grassiert die Pest. Martin sieht die Krankheit als Strafe Gottes und hat Angst vor dem Tod. Er sucht Zuflucht in der Bibel.
Hoffnung machen dem jungen Studenten die Geschichten der Bibel, die ihn deutlich mehr faszinieren als die Gesetzestexte für sein Jurastudium. Er entschließt sich, Mönch zu werden.
Im Jahr 1507 wird Martin Luther zum Priester geweiht. Zehn Jahre später veröffentlichte er seine berühmten 95 Thesen mit Kritik an der Kirche.