Massaker von Katyn - DER SPIEGEL
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Massaker im Zweiten Weltkrieg US-Nationalarchiv gibt geheime Dokumente zu Katyn frei

22.000 Tote, eine Schuldfrage: Im Zweiten Weltkrieg bezichtigten sich Deutschland und die Sowjetunion, für das Massaker von Katyn verantwortlich zu sein. Jetzt freigegebene Dokumente legen nahe, dass die Alliierten schon früh die Wahrheit kannten - doch die USA und Großbritannien hielten zu Stalin.
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Die "großen Drei": Winston Churchill, Franklin D. Roosevelt und Josef Stalin (v.l.) posieren nach dem Abschluss der Verhandlungen auf der Konferenz von Jalta im Februar 1945 für ein Erinnerungsfoto. Jetzt freigegebene Dokumente aus dem US-Nationalarchiv legen nahe, dass die alliierten Regierungschefs Roosevelt und Churchill sehr früh darüber informiert waren, dass Stalin für das Massaker von Katyn verantwortlich war - aber aus Rücksicht auf die Allianz gegen Hitler schwiegen.

Foto: Hulton Archive/ Getty Images
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Massengrab im Wald: Im Frühjahr 1940 ermordete der sowjetische Geheimdienst NKWD in einem Wald bei Katyn nahe Smolensk und an zwei anderen Orten etwa 22.000 kriegsgefangene polnische Offiziere, Polizisten und Zivilisten. Das Massengrab von Katyn wurde im April 1943 durch die Wehrmacht geöffnet und zum Gegenstand anti-sowjetischer Propaganda gemacht.
Nach der Rückeroberung des Gebietes durch sowjetische Truppen stellte der Kreml eine eigene Untersuchungskommission zu Katyn auf - diese datierte die Morde im Wald auf "Herbst 1941". Eine Lüge, die erst Michail Gorbatschow 1990 eingestand.

Foto: AP
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Enge Verbündete: General Wladyslaw Sikorski (2.v.l.), Chef der polnischen Exilregierung, der britische Premierminister Winston Churchill (M.) und General Charles De Gaulle, Oberbefehlshaber der Kräfte des Freien Frankreichs, posieren anlässlich einer Panzervorführung in England im Februar 1941 mit unbekannten Offizieren.

Sikorskis Vorstoß, die Morde von Katyn durch das Internationale Rote Kreuz untersuchen zu lassen, bügelte Churchill gegenüber Stalin 1943 kurzerhand ab. Sikorski starb im gleichen Jahr bei einem Flugzeugsabsturz nach der Rückkehr von der Inspektion polnischer Truppen.

Foto: AP
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Bronislaw Bohaterewicz: Der polnische General (hier in den zwanziger Jahren), wurde 1940 während der Massaker von Katyn ermordet. Seine Überreste gehörten zu denen, die bei der Exhumierung 1943 identifiziert werden konnten.

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Grausamer Fund: Zwischen dem 3. April und 19. Mai 1940 ließen die Sowjets im Wald nahe des Dorfes Katyn in Russland etwa 22.000 polnische Offiziere umbringen und in Massengräbern verscharren. Anfang 1943 wurden die Gräber entdeckt und im April des gleichen Jahres schließlich geöffnet. Hier sind die offenen Gräber am 21. April 1943 zu sehen.

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