Massaker von Srebrenica Blutrausch auf dem Balkan
Mörder und Opfer: Dieses Bild zeigt einen serbischen Milizionär vor einer Reihe muslimischer Gefangener, die in die Nähe des Treskavic-Gebirges gebracht und dort exekutiert wurden. Es stammt stammt aus einem Video, das die Anklage am 1. Juni 2005 während der Anhörungen im Prozess gegen den ehemaligen serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic am Uno-Gerichtshof in Den Haag einreichte.
Verzweifelte Flucht: Flüchtlinge aus Sbebrenica passieren am 13. Juli 1995 UN-Schützenpanzerwagen in Potocari. Nachdem die bosnisch-serbischen Einheiten in Srebrenica die Kontrolle übernommen hatten, flohen über 30.000 Menschen der bosniakischen Einwohner nach Potocari, einen fünf Kilometer nördlich liegenden Nachbarort.
Mladic und Karremans: Der serbische General Ratko Mladic (l.) und "Dutchbat"-Kommandeur Ton Karremans (Mitte) stoßen am 12. Juli 1995, einen Tag nach dem Fall Srebrenicas, miteinander an. Zu diesem Zeitpunkt war der Massenmord an den muslimischen Bosniern bereits angelaufen.
Selektion in Potocari: Niederländische Uno-Blauhelme auf einem Schützenpanzerwagen in Potocari schauen am 13. Juli 1995 zu, wie die aus Srebrenica kommenden Flüchtlinge getrennt wurden. Männer und Jungen wurden nach Bratunac transportiert und dort hingerichtet, nur wenige überlebten.
Karadzic und Mladic: Radovan Karadzic (2.v.r.), damaliger Präsident der "Republika Srpska", der selbsternannten serbischen Teilrepublik in in Bosnien und Herzegowina, am 15. April 1995 mit seinem General Ratko Mladic (l.) und Bodyguards an der Frontlinie im Vlasic-Gebirge.
Späte Trauer: Eine Frau weint während der Beerdigungszeremonie für 338 kürzlich identifizierte Opfer des Massakers von Srebrenica am 11. Juli 2004. Im Juli 1995 waren fast 8000 muslimische Männer und Jungen von bosnischen Serben ermordet worden.
Warten auf den Abtransport: Einige der 30.000 hauptsächlich muslimischen Flüchlinge der Enklave Srebrenica warten in Potocari auf ihren Transport nach Kladanj. Am 12. und 13. Juli 1995 wurden Frauen, Kinder und Alte in von bosnisch-serbischen Soldaten kontrollierten Bussen auf bosniakisch kontrolliertes Gebiet in der Nähe von Kladanj gebracht - die Männer wurden von ihren Familien getrennt und größtenteils ermordet.
Frauen ohne Männer: Eine Gruppe Flüchtlinge aus Srebrenica am 13. Juli 1995 auf dem Weg zu ihrem Transport von Potocari nach Kladanj. Die Männer waren zuvor von ihren Frauen getrennt worden, sie wurden anschließend ermordet.
Exhumierte Opfer: Forensische Experten untersuchen am 21. August 2002 in der Nähe des serbisch kontrollierten Zvornik in Kamenica (Bosnien und Herzegowina) ein neu entdecktes Massengrab. Mehr als hundert Bosniaken, die auf der Flucht aus der eroberten Uno-Schutzzone Srebrenica vor den Serben getötet wurden, wurden hier gefunden.
Gegen das Vergessen: Hunderte Überlebende des Massakers von Srebrenica marschierten am 11. Juli 1999 durch die Straßen Sarajevos, um der Opfer des Kriegsverbrechens zu gedenken.