Massentierhaltung in der DDR - DER SPIEGEL
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Massentierhaltung in der DDR Von Menschen und Schweinen

Platznot, Kannibalismus und Kastrationen ohne Betäubung: Auch in der DDR war die auf Effizienz ausgerichtete industrielle Nutztierhaltung oft alles andere als artgerecht. Tierarzt Ernst Woll erinnert sich an die damaligen Haltungsbedingungen - in einem fiktiven Interview mit den Tieren.
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Schweinefreundliche Haltung: In diesem Schweinestall einer LPG der DDR wurde die Forderung nach Auslauf für die Tiere verwirklicht. Es erfolgt eine Beratung über notwendige artgerechte Haltungsbedingungen.

Foto: Dr. Ernst Woll
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Schweinestall mit Teilspaltenfußboden: Bei dieser Form der einstreulosen Haltung ist die Hälfte des Fußbodens in den Schweinebuchten eine durchgehende Liegefläche. Auf die Gitterroste sollen sich die Tiere begeben, wenn sie ihre Ausscheidungen, die dann durch die Spalten in einen darunter liegenden Kanal fallen, absetzen. Nicht tiergerecht gestaltete Schlitze und scharfe Kanten im Spaltenboden verursachten oft Klauenverletzungen.

Foto: Ernst Dr. Woll
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Saueng hier: In diesen Buchten brachten die Sauen ihren Nachwuchs zur Welt. Nach der Geburt hatten die Ferkel ihre Liegefläche getrennt vom Muttertier. Die Tiere wurden nicht angebunden, aber sie lebten unter starker Einschränkung ihrer Bewegungsfreiheit.

Foto: Ernst Dr. Woll
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Dunkle Seiten der Massentierhaltung: In dieser Abferkelbucht ist das Muttertier angebunden und man sieht die Kette, die am Hals einschneidet und entzündete Stellen verursachen kann. Die nur sieben Ferkel dieses Wurfs (die durchschnittliche Wurfgröße liegt bei acht Tieren) liegen auf einer warmen Liegefläche (dem "elektrisch beheizten Ferkelnest"). Es handelt sich hier um eine einstreuarme Haltungsform mit ganz wenig gehäckseltem Stroh.

Foto: Ernst Dr. Woll
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Angebundene Sauen: In der Zeit zwischen den Geburten sollten die Sauen auf wenig Stallplatz gehalten werden. Dafür wurde die Anbindhaltung genutzt.

Foto: Ernst Dr. Woll
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