Maueröffnung - DER SPIEGEL
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Maueröffnung Ins Herz der Finsternis

In der DDR regiert das Böse: Da war sich Christian Hajer ganz sicher. Während nach der Maueröffnung alle nach Westen strömten, nutzte er die Gelegenheit und wagte sich ohne Visum ins menschenleere Ostberlin.
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Grenztruppen am Brandenburger Tor: Gegen 2 Uhr wird mit Unterstützung von angerückten Sondereinheiten der Bereich um das Brandenburger Tor wieder gesperrt.

Foto: Christian Hajer
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Pariser Platz und Brandenburger Tor: Der gleiche Standpunkt befindet sich heute vor dem Eingang des Hotels Adlon. Durch das renovierte und nächtlich beleuchtete Brandenburger Tor flanieren Touristen.

Foto: Christian Hajer
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Grenzübergang Invalidenstraße: Ostberliner Bürger passieren freudestrahlend den Grenzübergang Invalidenstraße. Im Hintergrund die ratlosen Grenzposten.

Foto: Christian Hajer
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Trabant am Grenzübergang Invalidenstraße: Kurz vor dem Grenzübertritt. Gespannte Gesichter im Trabant.

Foto: Christian Hajer
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Stefan Heym: Der Schriftsteller im Gespräch mit Fernsehjournalisten nach der Grenzöffnung am Grenzübergang Invalidenstraße.

Foto: Christian Hajer
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Passerelle unter dem Alexanderplatz: Die menschenleere Fußgängerunterführung unter dem Alexanderplatz (2007 abgerissen) in der Nacht des Mauerfalls gegen Mitternacht. Zeit, sich die Informationstafeln in den Schaukästen näher anzusehen.

Foto: Christian Hajer
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Grenzübergang Invalidenstraße: Bis Mitternacht wird auch am Übergang Invalidenstraße die Öffnung der Schlagbäume erzwungen. Britische Militärposten, Berliner Polizei und eine dichtgedrängte Menge herbeigeeilter Westberliner beobachten das Geschehen. Im Hintergrund das Regierungskrankenhaus der DDR, heute Sitz des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Foto: Christian Hajer
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Distanzierte Alliierte: Vor ihrem Kontrollhäuschen am alliierten Grenzkontrollpunkt Invalidenstraße beobachten zwei britische Militärangehörige erstaunt aber distanziert das Geschehen. Sie waren an diesem Abend ebenso überrascht wie die DDR Grenzer. Kurz vorher war hier die Grenzöffnung von Westberlinern erzwungen worden.

Foto: Christian Hajer
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Kehrmaschine am Alexanderplatz: Die kleine Kehrmaschine am Alexanderplatz versieht auch lange nach Mitternacht fleißig Ihren Dienst, während Passanten auf dem Weg zur Grenze sind.

Wenig später ist der Platz menschenleer. Links ist das Berolina Haus, rechts die charakteristische Wabenfassade des Warenhaus Centrum mit der Freitreppe (heute abgerissen) im Hintergrund der Bahnhof Alexanderplatz.

Foto: Christian Hajer
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Stefan Heym am Grenzübergang Invalidenstraße: Der in der DDR lebende Schriftsteller Stefan Heym (1913-2001) äußert sich gegenüber internationalen Journalisten skeptisch zum Sinn einer möglichen Wiedervereinigung. Heym wird 1994 Bundestagsabgeordneter und Alterspräsident des 13. Deutschen Bundestages.

Foto: Christian Hajer
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Das Herz der Finsternis: Der Pariser Platz und der Mauerbereich ist von Grenztruppen gegen 2.00 Uhr geräumt worden. Das Brandenburger Tor und die dahinter liegende Berliner Mauer können die Ostberliner nur noch aus der Ferne beobachten. Zur selben Zeit jubelt auf der Westseite die auf der Mauer tanzende, ausgelassene Menge vor Kameras und Fernsehteams aus aller Welt, von Scheinwerfern hell angestrahlt. Die Bilder davon gehen um die Welt und werden zu Synonym für den Mauerfall. Dagegen erhellt auf Ostseite nur das trübe Licht der Straßenlaternen die triste Szenerie. Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor scheint in der Luft zu schweben.

Foto: Christian Hajer
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?