Mavin Air-X im Test - DER SPIEGEL
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Komplett kabellos Alternativen zu Apples AirPods

Ein kleiner US-Hersteller will Apple seinen Spitzenplatz bei kabellosen Kopfhörern streitig machen. Ob das gelingen kann? Wir haben uns eines der Air-X genannten Headsets besorgt und mit den AirPods verglichen.
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Vier komplett kabellose Headsets von vier Herstellern. Von links nach rechts: Skullcandy Push, Master & Dynamic MW07, Mavin Air X und Apples AirPods im alten Lade-Case.

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So unterschiedlich wie die Cases sind auch die Ohrhörer selbst. Jeder Hersteller versucht sich mit einem eigenen Design.

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Auf der CES machte die kleine Firma Mavin mit der Aussage von sich reden, man wolle Apple seinen Spitzenplatz bei Headsets mit dem Air-X streitig machen. Zumindest beim Lade-Case hat man sich offenbar auch am Apple-Design orientiert, auch wenn es deutlich größer geraten ist. Sie sind nur direkt bei Mavin  erhältlich, kosten inklusive Versand 169 Dollar.

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Beim Aufklappen fallen die Unterschiede auf: Die Air-X haben eine viel größere Klappe als die AirPods. Klanglich bieten sie gute Mittelklasse mit ausgeprägten Tiefmitten und Bässen, die manchmal etwas matschig wirken. Nach oben hin fehlt es ihnen an Brillanz.

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Unterschiedlicher könnten sie nicht sein: Das längliche Design der AirPods (links) ermöglicht es nicht nur, den Akku im Ausleger unterzubringen, sondern auch eine Antenne und ein Mikrofon, das dadurch näher am Mund und zum Mund ausgerichtet ist. Die Air-X sind dagegen in der traditionellen "Knubbel"-Form gehalten.

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Im Lade-Case werden die Air-X von winzigen Magneten in der richtigen Position zum Aufladen über die beiden Kupferkontakte gehalten. Das ist allerdings selten nötig, weil sie laut Hersteller zehn Stunden durchhalten sollen, was nach unseren Tests realistisch erscheint.

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Ein für den Micro-USB-Anschluss passendes Ladekabel wird mitgeliefert, ein Ladegerät hingegen nicht.

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Eine rote LED im Gehäuse zeigt den Ladezustand des Gehäuseakkus an, indem er mehrmals blinkt. Wird der Akku im Case aufgeladen, leuchtet zusätzlich eine blaue LED.

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Die Push von Skullcandy kommen in einem sehr großen, zugleich aber sehr leichten Lade-Case, das wegen seiner Spritzguss-Anmutung billig wirkt. Im direkten Vergleich sind sie auch günstig. Im Webshop von Skullcandy  kosten sie 130 Euro.

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Eine vierteilige LED-Leiste gibt Auskunft darüber, wie viel Energie noch im Akku des Etuis steckt. Werden die Ohrhörer aufgeladen, blinkt diese LED. Nötig wird das nach rund fünf bis sechs Stunden, was ein guter Wert ist. Verwunderlich ist, dass das große Etui die Ohrhörer nur zweimal aufladen kann.

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Umso wichtiger ist es, das Case der Skullcandy Push regelmäßig an die Steckdose zu hängen. Zwar liefert der Hersteller ein passendes USB-C-Kabel mit, leider aber kein Netzteil.

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Kleine Gummibügel helfen, die Push im Ohr festzuhalten. Angesichts der fetten Bässe, die sie produzieren, könnte man auch meinen, das sei nötig. Leider sind die Bässe derart dominant ausgesteuert, dass sie alle anderen Frequenzen übertönen. So klingt der von Gitarren und Gesang getragene Beatles-Song "Here Comes the Sun" so lange wunderbar, bis der nach dem Intro einsetzende Bass alle übrigen Instrumente wegdröhnt.

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Der Master & Dynamic MW07 ist der mit Abstand teuerste Ohrhörer in diesem kleinen Vergleich. Stolze 299 Euro kostet er im Webshop der Herstellers . Das Lade-Case besteht aus Edelstahl, das natürlich schwerer als Plastik in der Hand liegt und sich deshalb wertig anfühlt. Stabil ist es jedenfalls. Die Deckel der Ohrhörer werden aus Acetat hergestellt, das beispielsweise auch für Brillengestelle verwendet wird.

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Auf der Vorderseite des Lade-Cases geben drei LEDs Auskunft über den Ladezustand. Das ist hier auch nötig, weil den Ohrhörer nach drei bis dreieinhalb Stunden der Saft ausgeht. Der Akku im Lade-Case reicht für drei Aufladungen.

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Zum Aufladen nutzt Master & Dynamic löblicherweise eine moderne USB-C-Buchse. Ein passendes Ladekabel wird mitgeliefert, ein Netzteil nicht, was angesichts des Preises schon verwundert.

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Klanglich zeichnen die Master & Dynamic MW07 ein sehr ausgeglichenes Bild. Ihren Sound könnte man als sehr "Hifi" bezeichnen. Alle Frequenzbereiche werden gleichmäßig wiedergegeben, so dass die Ohren auch nach langem Hören nicht ermüden. Wer drückende Tiefbässe erwartet, wird hier nicht glücklich. Stattdessen glänzen die MW07 mit einer recht detaillierten und vor allem dynamischen Musikwiedergabe.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?