Max im Glück Cleverer Kettentausch zum Cabrio
Max Raschke und sein Masterplan: Ein Auto muss her - aber wenn man nix hat, kann man keins kaufen. Also hat der Osnabrücker Student eine Kette kleiner Tauschgeschäfte gestartet - am Ende mit Erfolg. Mehr...
Max Raschkes Tauschgänge: Wie alles begann - der Ausgangspunkt war eine Karte von Ansgar Brinkmann mit Original-Unterschrift des "weißen Brasilianers". Wer kann dazu schon Nein sagen? Zunächst bekam Max dafür eine Mensa-Tasse ...
... und beim zweiten Tausch in Osnabrück gab Uli Kersenfischer dafür seinen Tischtennisschläger.
Zum dritten Tausch reiste Max Raschke nach Delmenhorst: Michael Kerzel opferte einen Tischgrill plus Sechserpack Bier, um den Tischtennisschläger zu bekommen.
Für den vierten Tausch fuhr Max nach Hamburg und erhielt zwei DDR-Ampelmännchen.
Der fünfte Tausch in Hannover: Ampelmännchen gegen Kickertisch.
Nummer sechs: In der Nähe von Osnabrück erhielt Max für den Kickertisch einen Gutschein für eine Übernachtungsparty in einem Freizeitcenter.
Im siebten Tausch bekam er zwei Werbeflächen in einem Osnabrücker Schwimmbad.
Der achte Tausch: Max ist bei vier Rädern angekommen und Besitzer eines Quads.
Und nun ist es soweit: Max hat seine hart ertauschte Studikarre - und kann jetzt mit einem 24 Jahre alten Cabrio herumkurven.
An das Autofahren in Osnabrück muss Max sich erst noch gewöhnen und an das Fahren ohne Servolenkung auch.
Das kanadische Vorbild: Kyle MacDonald, Gelegenheitsarbeiter aus Montreal, setzte sich 2005 das Ziel, von einer roten Büroklammer durch geschickte Tauschgeschäfte zu einem Eigenheim zu kommen. Mehr...
14-mal tauschte MacDonald und bekam am Ende dieses zweigeschossige Haus, Baujahr 1920, im Örtchen Kipling angeboten. MacDonald zögerte nicht lange und zog gemeinsam mit seiner Freundin, einer Ernährungsberaterin, aus der Metropole in das kanadische Dorf.
Trickreich tauschen: Das Beispiel von Kyle MacDonald beeindruckte Max Raschke. "Von der Karte zu ner Karre" mit diesem Flyer versucht er, mehr Besucher auf seine Seite zu locken und möglichst reizvolle Tauschangebote zu erhalten.
Mensa der Fachhochschule Osnabrück: Hier begann Max mit seiner Flyer-Aktion und umgarnte auch Studenten in Oldenburg, Hannover und Bielefeld.
An der FH Osnabrück glaubten viele Studenten nicht daran, dass Max Raschke sein Ziel erreicht. Tim Schepers, 25, (Mitte): "Ich bezweifle, dass er es ganz bis zum Auto schafft."
Max Raschke indes glaubte an seinen Plan: "Ich wurde anfangs total belächelt. Aber umso wertvollere Tauschgegenstände ich bekommen habe, desto mehr haben mir die Leute auf die Schulter geklopft."