"Max und Moritz" Böse Buben, freche Mädchen
Max und Moritz sind beim Regisseur Antù Romero Nunes keine Buben, sondern Tomboys, gespielt von Stefanie Reinsperger (links) und Annika Meier.
Die beiden erobern sich die Bühne sofort als große Spielwiese und brabbeln dabei ein unverständliches Fantasie-Italienisch vor sich hin.
Max und Moritz neigen zur "Übeltätigkeit", die Bürger maßregeln sie dafür: der Schneider Böck (Tilo Nest), die Witwe Bolte (Sascha Nathan), der Lehrer Lämpel (Constanze Becker) (hinten, von links).
In einem Bilderrahmen stellen sie die von Wilhelm Busch skizzierten Szenen nach.
Auch das Federvieh der Witwe Bolte hat seinen Auftritt - die Schauspieler flattern so engagiert herum, dass im Publikum bald mehr gegackert wird als auf der Bühne.
Der stolze Hahn setzt sich gekonnt ins Bild - akustisch unterstützt von der Musikerin Carolina Bigge (im Hintergrund).
"Unterdessen auf dem Dache / Ist man tätig bei der Sache": Max (Stefanie Reinsperger, rechts) und Moritz (Annika Meier) angeln die Hühner aus der Pfanne der Witwe Bolte.
Die Schauspielerinnen Stefanie Reinsperger (links) und Annika Meier (rechts) begeistern sich nicht an sich selbst, sondern an ihren Anarcho-Rollen - auch in den Zwischenspielen, in denen sie unter anderem als Cheerleader (oder Cheerleaderinnen?) auftreten.
Den dritten Streich, bei dem der Schneidermeister Böck in den Bach fällt, erzählt der Regisseur Antú Romero Nunes denkbar einfach: Max und Moritz kippen Böck (Tilo Nest) einfach jeder einen Eimer Wasser über den Kopf.
Frau Böck (Sascha Nathan) erzählt die ganze empörende Geschichte danach der Witwe Bolte am Telefon, während sie ihren Mann wieder trockenbügelt.
Für den Lehrer Lämpel (Constanze Becker, hinten) muss der Rahmen schon etwas gediegener sein. Die Bühne hat Matthias Koch gestaltet.
Stefanie Reinsperger (2. v. l.) und Annika Meier (3. v. l.) überzeugen nicht nur als Max und Moritz, sondern auch als Beatboxer und Rapperinnen à la Princess Nokia (mit deren Hit "Tomboy").