Thalheimer-Premiere in Frankfurt Mutterliebe schockgefroren
Medea ist die grausamste Frauengestalt in der griechischen Mythologie: Eine Mutter, die ihre eigenen Kinder tötet. Der Regisseur Michael Thalheimer besetzt sie mit Constanze Becker. Sie ist die Königin radikaler Frauenfiguren und selbst Mutter.
Antike Stoffe bedürfen oft keiner Aktualisierung, weil sie Urtriebe und Urkonflikte widerspiegeln, die bis heute manchmal grausam hervorbrechen: So auch bei der Frankfurter "Medea"-Inszenierung mit Constanze Becker in der Hauptrolle.
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Die Medea-Figur ist eine äußerlich harte, innerlich gebrochene Frau, die ihre Heimat für ihren Geliebten Jason verlässt. Er jedoch verstößt Medea.
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In Michael Thalheimers Inszenierung wird der Stoff zugunsten eines klaren Konzepts radikal reduziert. Medea wird eine isolierte ausgestellte Fremde.
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Hauptdarstellerin Constanze Becker arbeitet nun zum vierten Mal mit Regisseur Thalheimer zusammen: "Wir sprechen dieselbe künstlerische Sprache."
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