Medizinprodukte: Risiko mit System - DER SPIEGEL
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Medizinprodukte Risiko mit System

Immer wieder gibt es Probleme mit Medizinprodukten. Die Kontrolle und Sicherheit wird zu lasch überwacht.
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Schadhaftes Silikon im Brust-Implantat: Die Warnung vor PIP-Produkten kam spät.

Foto: Boris Roessler/ dpa
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Zu früh am Start: Roboter wie der Robodoc sollten in der Hüftgelenks-Endoprothetik die eigentliche chirurgische Arbeit präzisieren. Doch die robotergestützte OP-Variante war noch unzureichend erforscht. Es zeigt sich, dass bestimmte Knieschmerzen nur bei den Patienten auftraten, die per Roboter operiert wurden, auch dauerte die Operation länger als die manuelle Variante. Typische Komplikationen wie Verrenkungen, Nervenschäden und Wundheilungsstörungen kamen bei Operationen mit dem Roboter häufiger vor.

Foto: Steve Ruark/ ASSOCIATED PRESS
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Rund 210.000 Deutsche erhalten jährlich eine Prothese. Mit dem Boom, der Krankenkassen jedes Jahr um die zwei Milliarden Euro kostet, drängen ständig neue Produkte auf den Markt, so auch eine Prothese des Herstellers DePuy, die dank großen Gleitflächen aus Metall die Last auf das Gelenk mindern sollte. Das Gegenteil war der Fall, nach einer ersten Warnung nahm der Konzern das Produkt vom Markt. Tausende Prothesen mussten seitdem wieder herausoperiert worden.

Foto: Bernd Wüstneck/ picture-alliance/ dpa
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Nutzen nicht belegt: Bei der koronare Herzkrankheit wird der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, weil sich die Durchblutung der Herzkranzgefäße durch Verengungen verschlechtert. Seit wenigen Jahren werden Ballonkatheter eingesetzt, die am Ort der Gefäßverengung aufgebläht werden, somit die Verengung erweitern und dabei gleichzeitig wachstumshemmende Medikamente freisetzen. In Europa besitzen derzeit fünf medikamentenbeschichtete Ballonkatheter ein CE-Kennzeichen für den Einsatz am Herzen, in den USA ist kein einziger zugelassen.

Foto: HO / REUTERS
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