Royale Hochzeit Meghan Markles Generalprobe
Es ist eine Art Generalprobe: Wenige Wochen vor ihrer royalen Hochzeit hat US-Schauspielerin Meghan Markle ihren Abschied bei der Anwaltsserie "Suits" gefeiert - ebenfalls vor dem Traualtar.
In der Abschlussfolge der siebten Staffel, die am Mittwochabend in den USA ausgestrahlt wurde, gab Markles Charakter Rachel Zane ihrem Verlobten Mike Ross (gespielt von Patrick J. Adams) das Jawort.
Über die anstehende Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle drang bereits viel nach außen - über den Duft der Blumen, den Kuchen, und es gibt jede Menge Gerüchte über die Gästeliste.
Doch was jemandem schenken, der scheinbar alles hat? Waffeleisen, Toaster - oder doch lieber ein paar Cromargan-Platten, auf denen sich diese Kaffeebecher womöglich gut machen würden?
Besser nicht: Der Kensington-Palast hat potenziellen Schenkern nun ein paar Hinweise gegeben. Das Paar bevorzuge Spenden an Wohltätigkeitsorganisationen statt Tand und Tüll.
Der 33-jährige Harry und seine drei Jahre ältere Verlobte Markle hätten einige Organisationen ausgewählt, "die sich für Themen einsetzen, die den beiden wichtig sind", hieß es in einer Mitteilung.
Die Verlobten seien unglaublich dankbar für das Wohlwollen, das ihnen bereits vor der Trauung entgegengebracht werde. Sie seien "daran interessiert, dass so viele Menschen wie möglich von diesem Geist der Großzügigkeit profitieren".
Prinz Harry und Meghan Markle stellten deshalb eine Liste von sieben Organisationen zusammen, an die man spenden könne. Zu den genannten zählen Organisationen, die sich für Obdachlose, Waisen oder von HIV betroffene Kinder einsetzen, die Myna Mahila Foundation, die Frauen in Mumbais Slums hilft - sowie Scotty's Little Soldiers, die Kinder von Müttern und Vätern in der britischen Armee unterstützt, die einen Elternteil verloren haben.
Meghan Markle und Prinz Harry mit Sportlern bei der Auswahl für die "Invictus Games" am vergangenen Freitag. Bei der Veranstaltung für kriegsversehrte Soldaten waren die beiden Ende September 2017 in Toronto erstmals gemeinsam aufgetreten.
Die Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle soll nicht nur der High Society vorbehalten sein. Das Paar will zu einem Teil der Zeremonie auch mehr als 2500 Menschen aus dem Volk einladen - als Zuschauer.
Harry ganz volksnah - wie hier in Schottland: "Prinz Harry und Meghan Markle werden 2640 Mitglieder der Öffentlichkeit an ihrem Hochzeitstag auf Schloss Windsor einladen, um die Ankunft des Bräutigams und der Braut und ihrer Gäste und die Kutschprozession zu verfolgen, wenn sie das Schloss verlässt", hieß es unter anderem auf dem Twitter-Account des Palasts.
Auch Meghan gibt sich bürgernah: Unter den Hochzeitsgästen seien Mitarbeiter von wohltätigen Organisationen, Schulkinder und Angestellte des Königshauses, hieß es. Sie dürfen einen Teil der Zeremonie als Zuschauer vor Ort verfolgen.
Wie der Kensington-Palast bereits Mitte Februar mitteilte, wollen sich Harry und Meghan in einer Pferdekutsche der Öffentlichkeit zeigen.
Nach der Trauung in der St. George's Kapelle von Schloss Windsor um die Mittagszeit werde die Kutsche einmal kurz über die Hauptstraße der Stadt fahren.
Erst heimlich, dann offiziell: Prinz Harry und die Schauspielerin Meghan Markle sind seit 2016 ein Paar, im November 2017 haben sie sich verlobt.
Mit ihrer Verlobung haben Prinz Harry und Meghan Markle neue Maßstäbe für das britische Königshaus gesetzt. Die US-Schauspielerin ist geschieden und hat über ihre Mutter afroamerikanische Wurzeln. Viele Briten sehen darin einen Sieg der Liebe über rückwärtsgewandte Konventionen jeglicher Art.
Königin Elizabeth II. und Prinz Philip ließen nach der Verlobung wissen, sie seien hocherfreut und "wünschen dem Paar alles Glück". Auch ihre Hochzeit galt einst als unkonventionell. Prinz Philip stammte aus verarmtem deutsch-dänischen Adel - bei der Heirat 1947 sahen viele Briten in ihm einen Repräsentanten des früheren Kriegsgegners.
Harry galt lange Jahre als ungestümer Lebemann, er machte viele Schlagzeilen. Dieses Foto zeigt eine Wachsfigur des Prinzen bei Madame Tussauds im März 2006.
Sein Auftritt auf einem Kostümfest mit Hakenkreuzbinde, seine Nachtklubexzesse, seine Nacktparty in Las Vegas - das alles ist inzwischen lange her und fast vergessen.
Mittlerweile unterstützt der 33-Jährige, der zweimal mit den Streitkräften in Afghanistan war, Kriegsveteranen, HIV-infizierte Kinder und psychisch Kranke.
Viele Briten zieht er mit seiner offenen Art und Herzlichkeit in den Bann - wie es einst seine Mutter Diana tat.
Harry ist zum charmanten Modernisierer der Königsfamilie geworden.
Trotz ihrer Herkunft glauben viele in Großbritannien, dass Meghan Markle für ein Leben an der Seite des Prinzen besser vorbereitet ist als so manche von Harrys Ex-Freundinnen (hier ist Harry 2007 mit seiner damaligen Partnerin Chelsy Davy zu sehen). Die waren zwar britisch und teilweise sogar adlig, doch sie litten erkennbar unter der Dauerbeobachtung durch die britische Boulevardpresse.
Meghan Markle, die vor allem durch ihre Rolle in der US-Anwaltsserie "Suits" bekannt ist, hat dagegen Erfahrungen mit aufdringlichen Reportern.
Mit dem Rummel um ihre Person hatte auch Markle zwischenzeitlich zu kämpfen. "Das kommt in Wellen, manchmal ist es anstrengender als an anderen Tagen", sagte sie in einem Interview im September.
Zugleich beteuerte die 36-Jährige, dass sie sich durch ihre Beziehung zu einem Prinzen nicht verändert habe: "Ich bin immer noch dieselbe."
Am Hof soll Markle für ihren Einsatz für Frauenrechte - inzwischen auch im Auftrag der Vereinten Nationen - geschätzt werden. "Frauen müssen mit am Tisch sitzen", forderte sie in einer Rede zum Internationalen Frauentag 2015. "Und wenn ihnen dieser Platz verweigert wird, dann müssen sie ihren eigenen Tisch eröffnen."
Im November 2016 hatte Harry die Beziehung bestätigt, erstmals gemeinsam traten die beiden Ende September 2017 bei den "Invictus Games" im kanadischen Toronto auf.
Dort präsentierte sich das Paar tuschelnd, turtelnd, Hand in Hand.
Markle war bereits mit einem Filmproduzenten verheiratet, von dem sie sich vor etwa vier Jahren scheiden ließ. Prinz Harry hatte sich anfangs über Sexismus und Rassismus beklagt, die seine Freundin im Vereinigten Königreich erlitten habe.
Nach der Ankündigung der Hochzeit des britischen Prinzen Harry mit der US-Schauspielerin Meghan Markle ist das Paar bestens gelaunt vor die Presse getreten. Er habe gewusst, dass er Meghan heiraten wolle, "als wir uns das erste Mal begegnet sind", sagte Harry. Er sei "außer sich vor Freude", dass sein Wunsch im Frühling in Erfüllung gehe.
Prinz Harry trat in einem schlichten dunkelblauen Anzug und schwarzer Krawatte vor die Journalisten, die sich vor dem Kensington-Palast in London versammelt hatten. Meghan Markle trug zur Bekanntgabe ihrer Verlobung einen eleganten weißen Mantel, hohe Stilettos und ihr dunkles, langes Haar offen. An ihrem linken Ringfinger steckte der Verlobungsring.
In den Diamantring sind Edelsteine eingearbeitet, die einst Diana gehörten. Ein großer Diamant in der Mitte stamme aus Botswana, teilte der Kensington-Palast mit. Den Ring habe Harry selbst entworfen.