Mein Weg zum Onliner "Wo ist denn hier das Internet?"
Mächtige Monitore okkupieren den größten Teil des studentischen Arbeitsplatzes - ein Computerraum in der juristischen Bibliothek der Universität Halle, fotografiert im Januar 2002.
So fing er an, der Abschied von der Schreibmaschine: "The Great Giana Sisters", ein Spiel aus den Achtzigern, brachte den Familien-Computer daheim immer mal wieder zum Absturz.
"Bin ich schon drin?" Mit Tennisstar Boris Becker warb AOL im Herbst 1999 für eine einfache und schnelle Internetverbindung für Zuhause. Das Datennetz sollte für jedermann zugänglich werden - ohne komplizierte Eingabebefehle, die nur Nerds verstanden.
1986 fand erstmalig die Cebit in Deutschland statt und mit der Messe brach das Zeitalter der Personal Computer an, hier der Amiga 1000. Ein solcher PC stand auch bei der Familie Dippold. Der Kasten stürzte regelmäßig ab - und stellte die Nerven seiner Benutzer gehörig auf die Probe.
Die Suchmaschine von Yahoo war eine der ersten Möglichkeiten, weltweit nach verschollen geglaubten Verwandten und Freunden zu suchen. Auch neueste Nachrichten waren plötzlich nur noch wenige Mausklicks entfernt.
Das Web2.0 machte den Internet-Konsumenten zum Internet-Gestalter. "Social Networks" ermöglichten den aktiven, unkomplizierten Austausch - erst unter den Studenten einiger amerikanischer Universitäten, später weltweit - etwa auf Facebook.
Heute kann sich jeder, der Zugang zum Internet hat, einen Account bei Facebook zulegen und Kontakte zu anderen Menschen überall auf der Welt pflegen. So wie dieser Student in Omaha, der sich im März 2009 gerade eine kleine Pause vom Lernen gönnt und seine Freundin Amanda "anstupst".
Das Mitmachnetz ist groß geworden. Auf dem Markt finden sich Seiten für unterschiedlichste Interessenschwerpunkte. Musikfans und Musiker etwa fühlten sich von Myspace angezogen.
"Fernsehen" interaktiv: Eigentlich funktioniert YouTube zweigleisig - Videos lassen sich hier sowohl anschauen als auch hochladen. Die Mehrheit der Nutzer aber bleibt - wie Doris Dippold - lieber Zuschauer.
Computer im Klassenzimmer - solche Ideen waren für den Abi-Jahrgang 1997 noch weit von der Realität entfernt. Im Jahr zuvor waren auf der "BIK 96", der Fachmesse für Telekommunikation und Computer, erste Projekte für den "Unterricht der Zukunft" und das "Internet in der Schulpraxis" vorgestellt worden.
Übergang in das Elektronikzeitalter: Als Karl Schillinger 1976 dieses Titelfoto anfertigte, ahnte noch niemand etwas von der Veränderung der Arbeitswelt und dem Internet. Die Technik schritt aber dann rasch voran - und der Computer eroberte die Welt.
Um das einfache Bedienen des PC und des Internet im 21. Jahrhundert zu verdeutlichen, habe ich diese Fotografie angefertigt. "Baby am PC" zeigt aber auch, dass man nie früh genug mit dem Üben der Informationstechnologie beginnen kann, die den Menschen ein ganzes Leben in Arbeit und Freizeit begleiten wird.
Arbeiten am PC: 1991 drehte das ZDF in Karl Schillingers Wohnung drei Tage einen Film über seinen Sohn und seinen Freund in Schule und Heim, der in der Sendung "Kinder" gezeigt wurde. Niemand ahnte damals, wie schnell der PC sich als unersetzliches Arbeitsmittel entwickeln und die Arbeitswelt grundlegend verändern würde.