Technikfestival SXSW Besucher und ihre persönlichen Highlights
Amelia T. Woltering aus New York, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: "Meine Highlights waren die Keynotes von Intuit-Gründer Scott Cook und von BuzzFeed-Gründer Jonah Peretti." Scott Cook, der 1983 die Finanzsoftwarefirma Intuit gestartet hat, sprach darüber, wie man erfolgreich ein Unternehmen führt und Entscheidungen trifft, in dem man Hypothesen aufstellt und Experimente macht. Jonah Peretti erklärte, wie BuzzFeed sich mit Hilfe von Analysen ganz auf soziale Medien ausrichtet. "Ich habe nicht nur dazugelernt, sondern nehme ganz konkret etwas mit, das ich in meiner Arbeit umsetzen kann."
Matthew Bostwick aus Austin, Produktmanager: "Die Rede von Bruce Sterling. Er hat alles hinterfragt, worauf ich in den vergangenen Tagen abgefahren bin, 3-D-Drucker, Google Glass, Elon Musk und seine Raumschiffe. Ist das wirklich genug, um die Welt zu retten?" Sterling hat als Autor das Cyperpunk-Genre miterfunden. Seine Abschlusswutrede auf dem SXSW hat schon Tradition.
Tyler Stalder aus San Francisco, Entwickler: "Ich mochte die Keeynote von Tina Roth Eisenberg sehr, die mal nicht aus dem Technikblickwinkel darüber gesprochen hat, was wirklich wichtig ist." Die Designerin, die in Brooklyn lebt und als "swissmiss" bloggt, stellte ihre elf Regeln vor, wie man ein zufriedenes Leben führt und eine herausragende Führungskraft ist. Sie hat ein kollaboratives Studio gegründet, organisiert eine monatliche Vortragsreihe, hat die To-do-App TeuxDeux erfunden und einen Online-Shop für temporäre Tattoos gestartet.
Eric Wicks aus Austin, Mobile-Designer: "Ich habe zufällig Gary Vaynerchuk, den Gründer des Online-Weinhandels winelibrary.com getroffen. Wir standen mit vielleicht 20 Leuten einfach in einem Gang und haben uns unterhalten." Vaynerchuk hat aus dem Getränkeladen seines Vaters einen erfolgreichen Versandhandel gemacht, außerdem 1000 Episoden eines Wein-Videoblogs aufgenommen. "So ein persönliches Treffen ist natürlich viel besser als eine Podiumsdiskussion", sagt Wicks.
April Sullivan aus Austin, Archivarin: "Cindy Gallop und ihr faszinierender Vortrag Make Love Not Porn . Sie sagt, Pornografie habe die Sexualkunde längst ersetzt, und erklärt, was das für Folgen hat." Mit ihrer Seite zeigt Gallop Alternativen zum Hochglanzporno. "Das führt dazu, dass wieder mehr über Sexualität gesprochen wird." Laura Larsell aus Portland, Bibliothekarin (m.): "Mein Highlight waren die Hacker Girls, eine Session darüber, warum nicht mehr Frauen programmieren. Wir haben nach den Gründen gesucht. Jemand von Microsoft hat gesagt, es gehe gar nicht so sehr um Gender, sondern darum, dass wir nicht länger auf 50 Prozent der potentiellen Arbeitskräfte verzichten können." Kady Ferris aus Austin, Bibliothekarin: "Politik-Professorin Anne-Marie Slaughter und Jezebel-Chefredakteurin Jessica Coen haben über Work-Life-Balance gesprochen und dass sowohl Frauen als auch Männer bezahlte Elternzeit haben sollten. So weit sind wir noch nicht, aber was die beiden gesagt haben, war inspirierend."
Jeff Zhao aus Austin, Mobile-Entwickler: "Mein Highlight war das CoFounder Speed Dating, da habe ich viele motivierte Leute getroffen." Fünf Minuten Zeit hatte er jeweils mit seinen potentiellen Businesspartnern. "Und Ridescout war hier, für die haben wir schon gearbeitet, das war schön, die zu sehen." Ridescout ist eine App, die einem die besten Möglichkeiten heraussucht, in einer Stadt von A nach B zu kommen. In Austin hatte Ridescout einen Shuttle-Service im Einsatz.
Marcia Gillespie-Norder aus Austin, Austin Civic Orchestra: "Ich mochte den Auftritt von Comic-Zeichner Matthew Inman, er hat gute Beobachtungen über Kreativität und die Welt an sich gemacht. Lustig war es auch. Eigentlich hätte ich mir auf dem Festival aber mehr über Technikthemen gewünscht."