Menschen aus Fukushima "Wir mussten alles zurücklassen"
Angst in der Provinz Fukushima: Nach Beginn der Katastrophe im AKW wurde die Region im Umkreis von 20 Kilometern evakuiert. Die Menschen mussten alles zurücklassen. Die Bäuerin Sumiko Matsuno (links) ging am 24. März zusammen mit einer Freundin aufs Feld und erntete hektisch Gemüse. "Wir graben alle unsere Karotten und Zwiebeln aus, so schnell wir können."
Eine Frau mit ihrem Baby in einem Flüchtlingslager im Norden der Provinz: Nach NHK-Angaben sind in knapp 300 Sammelzentren in der Präfektur Fukushima derzeit fast 32.500 Menschen untergebracht. Die meisten davon stammen aus der 20-Kilometer-Zone um den Atomkomplex. Doch immer mehr wollen in ihre Häuser zurückkehren.
In einer Notunterkunft in Fukushima beobachten zwei Kinder, wie ihr Vater auf Radioaktivität untersucht wird. Viele Lager nehmen nur Menschen auf, die nachweisen können, dass sie nicht verstrahlt sind.
Ein Bauer in Iitate in der Provinz Fukushima lässt Milch ablaufen. "Sie haben das Land von ihren Vorfahren geerbt und hängen extrem daran", sagt Tomo Honda ein Abgeordneter der Präfektur Fukushima.
In einer Notunterkunft in der Stadt Kuriayama wird ein Mann auf Radioaktivität untersucht.
Die Menschen, die ihre Häuser in der Nähe des AKW Fukushima verlassen haben, finden beispielsweise in einer Turnhalle Unterschlup. Mit einfachsten Mitteln versuchen sie, ein wenig Privatsphäre zu bekommen.
Das AKW Fukushima Daiichi: Aus dem beschädigten Kraftwerk tritt offenbar weiterhin hochgiftiges Plutonium aus. Das Schwermetall sickere ins Erdreich ein, hieß es am Dienstag aus Behördenkreisen. Nach Angaben des Kraftwerksbetreibers Tepco wurde an mehreren Stellen außerhalb des Meilers Plutonium entdeckt.
Ein Passant vor dem Oi-Kraftwerk von Tepco in Tokio: Nach einer Flut von Verkaufsordern wurden Tepco-Aktien an der Börse in Tokio vom Handel ausgesetzt. Auf den Betreiber der Atomruine von Fukushima dürften gewaltige Entschädigungszahlungen an die Opfer der Katastrophe zukommen.
Diese Aufnahme des japanischen Militärs zeigt den katastrophalen Zustand des Kraftwerks Fukushima Daiichi am 27. März. Nun erwägt die Regierung offenbar, die Betreibergesellschaft zu enteignen.
Auch in der größten Katastrophe muss gelernt werden: Der siebenjährige Shouta Shiratori macht in einem Flüchtlingslager Schulaufgaben.
Diese Menschen aus der evakuierten Region nehmen an einer Yoga-Stunde teil.
Rettungsarbeiter laufen durch die Trümmer von Rikuzentakata. Die Region war am 11. März von einem verheerenden Erdbeben der Stärke 9 sowie einem Tsunami schwer zerstört worden. Mehr als 11.000 Menschen starben, über 17.000 gelten noch als vermisst. Noch immer hausen 190.000 Menschen in Notunterkünften.
Ein Bild der Verwüstung: Die Polizei sucht in den Trümmern immer noch nach Vermissten.