Menschen mit besonderem Hobby - DER SPIEGEL
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Sammler, Sportler, Tierfreunde Typen mit Leidenschaft

Sie verkleiden sich als Fabel-Husky, sammeln Sneaker und Gartenzwerge oder pflegen Hunderte kranker Vögel: Die Fotografin Melanie Hübner hat Menschen mit besonderen Leidenschaften porträtiert.
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Die einen lieben eine bestimmte Sportart, die anderen Tiere oder Kostüme: Die Fotografin Melanie Hübner hat Menschen getroffen, die sich mit großer Leidenschaft für eine Sache begeistern. Uwe Sturm etwa möchte die Erinnerung an den DDR-Fußball wachhalten. Seine Sammlung von Trikots, Pokalen, Wimpeln und Autogrammkarten zeigt er in seinem kleinen DDR-Fußballmuseum in Gossa in der Nähe von Bitterfeld. Einmal hat ihn sogar ein Fan aus Spanien besucht.

Foto: Melanie Hübner
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Schon Sven Berrars Vater sammelte Gartenzwerge, seine Leidenschaft gab er an den Sohn weiter. Als der im Alter von drei Jahren vom Schnuller entwöhnt wurde, bekam er einen Zwerg von seinen Eltern geschenkt. Heute besitzt Berrar über dreitausend Exemplare, die er in einem kleinen Gartenhaus auf zwei Etagen hortet. Hübner hat alle Porträtierten zu Hause besucht.

Foto: Melanie Hübner
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Annedore Langner ist die ehrenamtliche Leiterin des Vereins Finde-Vogel. Sie nimmt Vögel auf, die aus dem Nest gefallen sind, pflegt sie und wildert sie in Zusammenarbeit mit dem NABU aus. Manchmal bringt sie über hundert Vögel in ihrem Haus unter. Den ersten Vogel, um den sie sich kümmerte, fand sie im Alter von 14 Jahren.

Foto: Melanie Hübner
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Der gelernte Fotograf Udo Röben drückt heute nur noch in seiner Freizeit auf den Auslöser. Er sammelt analoge Kameras, besitzt rund 500 Stück, die er unter anderem auf Flohmärkten findet.

Foto: Melanie Hübner
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Ralf Keber alias Jack Hunter ist der Bürgermeister der Cowboystadt Old Texas Town in Berlin-Spandau. Hier sind alte Gebäude nachgebaut, Besucher sollen sich wie im Wilden Westen fühlen. Seit 2008 vertritt Keber den 17-köpfigen Verein als Vereinsvorsitzender.

Foto: Melanie Hübner
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Anhänger der Furry-Bewegung verkleiden sich als Hunde, Löwen, Bären oder Fabelwesen. Sie fühlen sich von Kreaturen angezogen, die menschliche und tierische Merkmale vereinen. Ihre Kostüme gestalten sie häufig selbst in stundenlanger Detailarbeit. Meist bleiben sie unter sich und anonym. Der Husky Tomo hat sich für Hübner vor die Kamera gewagt.

Foto: Melanie Hübner
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Weil er illegal den urbanen Raum umgestaltet, will auch dieser Mann nicht erkannt werden. Früher bemalte er Züge, heute hat er sich darauf spezialisiert, selbstgemalte Plakate aufzuhängen. Er ist in ganz Deutschland unterwegs.

Foto: Melanie Hübner
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Florian Müller springt über Mauern, macht Flickflacks über Zäune oder klettert an Hauswänden entlang. Er betreibt die Sportart Parkour und bewegt sich dabei hauptsächlich in Berlin.

Foto: Melanie Hübner
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Sie nennt sich Sneakerqueen und ihre Sammlung ist beeindruckend: Julia Schoirer besitzt rund tausend Exemplare, die sie zum Teil in dem Sneakergeschäft "Mad Flavor" in Berlin-Wilmersdorf ausstellt.

Foto: Melanie Hübner
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"Wie? Wenn Sie Nazis wählen, bekommen sie auch Nazis?" lautet ein Slogan der Partei Travestie für Deutschland, in der sich auch Polly Puller ehrenamtlich politisch engagiert. Die Mitglieder setzen sich für Toleranz und Vielfalt gerade auch für LGBTQ-Personen ein.

Foto: Melanie Hübner
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Anna Konda hat in Berlin Marzahn einen Female Fight Club, in dem sie mit anderen Frauen Gewichte stemmt, trainiert und ringt. Zu ihr kommen viele Männer, die sich mit ihr messen und von ihr auf die Matte gelegt werden wollen. Hin und wieder tritt sie auch bei Wrestlingshows auf.

Foto: Melanie Hübner
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Helmut ist in einer Jägerfamilie groß geworden, hat das Jagen aber erst spät für sich entdeckt. Heute geht er mit dem Gewehr seines Vaters in die Wälder des Sauerlands und erlegt kleinere Wildtiere.

Foto: Melanie Hübner
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Hamid Sadighi Neiriz sammelt seit den Siebzigerjahren Kunstwerke aus aller Welt, tauscht oder verkauft sie in der Galerie seiner Tochter.

Foto: Melanie Hübner
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?