Menschenrechte Chinas Sündenfall
Massaker nach Massendemonstration: Hunderttausende demonstrieren am Platz des himmlischen Friedens für Reformen. Später besetzen Studenten den Tiananmen-Platz und beginnen einen Hungerprotest. Am 3. Juni 1989 lässt die Regierung den Platz gewaltsam räumen. Das chinesische Rote Kreuz meldet am folgenden Tag den Tod von 2600 Demonstranten.
Bürger vs. Staatsgewalt: Als am 5. Juni weitere Panzer in Richtung Tiananmen-Platz rollen, stellt sich ihnen ein Mann entgegen. Die Panzer stoppen kurz, der Mann wird aus dem Weg gezerrt, dann setzen sie ihre Fahrt fort - zum Massaker am Platz des himmlischen Friedens.
Kein Land verhängt so häufig die Todesstrafe wie China: Laut Jahresbericht von Amnesty International wurden dort 2008 insgesamt 1718 Männer und Frauen nach Todesurteilen erschossen oder mit der Giftsspritze hingerichtet.
Rigoroses Vorgehen gegen Andersdenkende: Die religiöse Bewegung Falun Gong wird 1999 verboten, Tausende Anhänger in Straf- und Umerziehungslagern oder psychatrischen Anstalten interniert.
Der übliche Umgang mit Presse und Protest in China: Abwehr. In der "Rangliste der Pressefreiheit", die von der Organisation Reporter ohne Grenzen aufgestellt wird, belegte China 2008 den 167. von 173 Plätzen.
Krasse Lebensbedingungen für Arme und besonders Wanderarbeiter: In Hongkong leben Menschen in Käfigunterkünften, in Fabriken und auf den Baustellen des Landes schuften sie für Hungerlöhne. Obwohl sie die gefährlichsten und schwierigsten Arbeiten leisten, werden ihnen Grundrechte verwehrt, sagt Amnesty International.