Mercedes Strich-Acht - DER SPIEGEL
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Der Sternenkult Vernünftig, zuverlässig - Strich-Acht

Automobile Entschleunigung: Als Jungspund riskiert man im Auto oft Leib und Leben. Zumindest, wenn es einigermaßen schnell fährt. Dieses Prinzip hatte Elmar David rasch durchschaut - und setzte deswegen auf Dieselkutschen aus dem Hause Daimler Benz. Doch dann wurde aus der Vernunft-Ehe eine heiße Romanze.
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Strich-Acht: Eigentlich hatte der Strich-Acht gar keinen Namen, schon gar nicht "Strich-Acht". Auch den heute gebräuchlichen Begriff "E-Klasse" für die Mittelklasse von Mercedes-Benz gab es noch nicht. Die Autos hießen einfach so wie ihre Motoren: "200", "230E", "240D" - oder wurden von Kennern höchstens noch nach ihrem internen Werkscode gerufen: W114/W115.

Foto: Kai Hessing
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35 Jahre - und kein bisschen rostig: Mercedes-Benz 230.6 "Strichacht" von einestages-Mitglied Max Riemann: Das 35 Jahre alte Fahrzeug aus der ersten Serie befindet sich in absolutem Top-Zustand (Note 1) und bereitet nicht nur seinem Besitzer viel Freude: Wo auch immer Riemann mit dem Wagen auftaucht, sorgt der cremeweiße Oldie-Benz für positive Reaktionen. Besonders häufig wird er von Herren reiferen Jahrgangs angesprochen, die sich seit 1968 mit dem als "Volksbenz" bekannten Modell erstmals ein zuvor nur für gut Betuchte erschwingliches Auto aus Stuttgart-Untertürkheim leisten konnten. Neidlose Anerkennung für die Eleganz seines Wagens bekam Max Riemann unlängst sogar von dem jungen Fahrer eines "optisch modifizierten" VW Golf "GTI" an einer Ampel in Hückelhoven (Kreis Heinsberg): "Boah ey, geile Karre, ey!"

Foto: Max Riemann
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Unter einem guten Stern: Der gute alte Mercedes 200D in der Frontansicht. Damals hatte der Mercedes-Slogan "Ihr guter Stern auf allen Straßen" noch Gültigkeit, die Autos waren für die Ewigkeit gebaut. Höchstens der Rost konnte ihnen gefährlich werden. Der Strich-Acht hatte ein hochkomplexes Blechkleid mit vielen doppelwandigen Blechen, in denen sich die Feuchtigkeit gerne einnistete - krasse Korrosion war die unweigerliche Folge.

Foto: Kai Hessing
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"Strich-Acht" im Schnee: Auch bei Schnee und Eis zeigte der "Strich-Acht" stets Mercedes-Zuverlässigkeit.

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der Mercedes "Strich-Acht": Die Mercedes-Benz "Strich-Acht"-Limousinen wurden werksintern W 114 oder W 115 genannt und in den sechziger und siebziger Jahren gebaut.

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200D/8: Ein Mercedes Strichacht aus der ersten Baureihe. Das ist eines der Autos über die ich geschrieben habe.

Foto: Elmar David
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