Methodistischer Pastor Schaefer verliert sein Amt
Pastor Frank Schaefer am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Philadelphia: Die United Methodist Church hat den 52-Jährigen seines Amtes enthoben.
Schaefer mit seiner Frau Brigitte: Er hatte 2006 der gleichgeschlechtlichen Ehe seines Sohnes den Segen gegeben. Deshalb musste er sich vor einem Kirchentribunal verantworten.
Schaefer war zunächst für 30 Tage suspendiert worden. Die Jury stellte ihm die Bedingung, er müsse sich zu den Leitlinien der Kirche bekennen - oder sein Amt niederlegen.
Schaefer weigerte sich, die Regeln der Kirche in Gänze anzuerkennen. Diese verbieten die Schließung gleichgeschlechtlicher Ehen durch methodistische Pastoren und schließen Homosexuelle vom Priesteramt aus. Schaefer (hier mit Frau Brigitte und Sohn Tim) wollte Homosexuelle in der methodistischen Kirche unterstützen, deshalb wurde ihm nun sein Amt aberkannt.
Schaefer wurde von zahlreichen methodistischen Pastoren unterstützt - hier sind sie bei einer Pressekonferenz in Philadelphia zu sehen.
Schaefer-Unterstützer in Spring City, Pennsylvania: Methodisten akzeptieren schwule und lesbische Mitglieder, aber in ihrem "Book of Discipline" werden auch die Grenzen der Toleranz deutlich. Praktizierte Homosexualität sei unvereinbar mit der christlichen Lehre, heißt es.
Frank Schaefer (r.) und sein Sohn Tim im September 2013: Der Umgang mit Homosexualität ist innerhalb der evangelisch-methodistischen Kirche umstritten. Die geltenden Regeln wurden jedoch auf der Generalkonferenz 2012 noch einmal bestätigt.