Mexiko Der blutige Drogenkrieg
Die Polizisten sind maskiert, der mutmaßliche Bandenchef nicht: Mexikanische Sicherheitskräfte haben den berüchtigten Bandenchef Óscar García Montoya festgenommen. Er soll für 900 Morde verantwortlich sein. Als Marinesoldat war er zum Töten ausgebildet worden - dann desertierte er.
Die Polizei bemüht sich, im Kampf gegen die Kartelle Zeichen zu setzen, wie hier nach einer Razzia im August 2011 in Guadalajara. Die Fahnder haben mehrere Mitglieder des Kartells "Los Zetas" festgenommen und etliche Waffen beschlagnahmt.
Selbst Minderjährige werden in die blutige Auseinandersetzung geschickt. Dieser 14-Jährige gilt als Mitglied einer Teenager-Bande, der etliche Morde vorgeworfen werden.
Seit Jahren tobt in Mexiko ein blutiger Drogenkrieg, dem schon Zehntausende Menschen zum Opfer gefallen sind. Auf diesem Bild vom Juni 2010 sperren Sicherheitskräfte einen Tatort in Monterrey ab, an dem Bewaffnete versucht hatten, einen Regierungsbeamten zu entführen. Die Drogenkartelle greifen immer wieder Politiker an, im Juni 2010 etwa wurde Manuel Lara Rodríguez, der Bürgermeister der Kleinstadt Guadalupe, vor den Augen seiner Frau und Tochter ermordet.
Im Juli 2010 greifen Bewaffnete die Polizei mit Granaten auf der Hauptstraße von Juárez an. Die Kartelle heuern sich im Kampf gegen die Staatsmacht immer wieder Killerbanden an.
Ein Polizist steht im Juni 2010 vor seinem Hauptquartier in der Nähe von Monterrey Wache. Soeben wurde das Gebäude von Gangstern angegriffen.
Eine Autokolonne mit Soldaten erreicht im März 2010 die mexikanische Grenzstadt Juárez. Präsident Felipe Calderón hat seit seinem Amtsantritt 2006 Zehntausende Soldaten in den Krieg gegen die Rauschgiftmafia geschickt. Mit dem härteren Vorgehen ist allerdings auch die Gewalt eskaliert.
Gefangene gemacht: Die mexikanische Bundespolizei präsentiert Mitte Juli neun mutmaßliche Mitglieder des mächtigen Sinaloa-Kartells in der Hauptstadt Mexiko-Stadt. Sie werden mit dem Mord an zwei Polizeiagenten in Verbindung gebracht.
Grausame Morde gehören beinahe schon zum traurigen Alltag in dem Drogenkrieg: Die Leichen zweier Männer hängen im April 2010 an einer Brücke in der Nähe des Industriegebietes von Cuernavaca, nahe der Hauptstadt. Offenbar wurde mehrfach auf die Männer geschossen, während sie gefesselt und geknebelt von der Brücke hingen.
Brennende Rauschmittel: Mexikanische Soldaten beobachten im Juli 2010 einen Stapel Marihuana, den sie außerhalb Monterreys in Brand gesetzt haben.