Mexiko: Ein Land im Drogenkrieg - DER SPIEGEL
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Mexiko Ein Land im Drogenkrieg

Der Krieg gegen die Drogenkartelle wird in Mexiko immer blutiger: Bei den jüngsten Regionalwahlen wollten die mächtigen Narko-Bosse die Wähler mit Morden und Drohungen einschüchtern. Viele Bürger blieben aus Angst zu Hause. Die Strategie des geschwächten Präsidenten Calderón gegen die Kriminalität ist gescheitert.
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Schlag gegen das mächtige Sinaloa-Kartell: Mexikanische Soldaten haben den Drogenboss Ignacio "Nacho" Coronel in der Stadt Guadalajara getötet.

Foto: STRINGER/MEXICO/ REUTERS
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Der 56-jährige Coronel führte Armeeangaben zufolge die Operationen des Sinaloa-Kartells im Westen Mexikos und kontrollierte die sogenannte Pazifikroute des Kokainhandels Richtung USA.

Foto: ELIANA APONTE/ REUTERS
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Vier Stunden dauerte die Operation der Armee, 150 Soldaten waren beteiligt. Sie hätten sich dem Versteck Coronels genähert. Dieser habe geschossen und einen Soldaten getötet. Die Truppen hätten das Feuer erwidert und Coronel getötet.

Foto: STRINGER/MEXICO/ REUTERS
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Bei den jüngsten Regionalwahlen wollten die mächtigen Narko-Bosse die Wähler einschüchtern - mit Morden und Drohungen. Rodolfo Torre etwa wollte Gouverneur des mexikanischen Bundesstaats Tamaulipas werden. Nur wenige Tage vor der Abstimmung wurde er am 28. Juni 2010 ermordet.

Foto: HO/ AFP
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Auf dem Weg zu einer Abschlusskundgebung seiner Kampagne geriet Torre in einen Hinterhalt. Er und fünf seiner Mitarbeiter wurden erschossen.

Foto: AP
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Angehörige und Unterstützer weinen um den Politiker, der für die Oppositionspartei PRI kandidierte. Der Mord an Torre war der blutige Höhepunkt der Verbrechen vor den Regionalwahlen - die Rauschgifthändler versuchten offenbar, die Abstimmung massiv zu stören.

Foto: LUIS ACOSTA/ AFP
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Egidio Torre kandidierte schließlich für seinen Bruder - und gewann das Amt des Gouverneurs. Zur Wahlkabine begleiteten ihn am Sonntag Leibwächter.

Foto: STR/ REUTERS
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Zehntausende Soldaten hat Mexikos Präsident Felipe Calderón in den Kampf gegen die Drogenkartelle geschickt. Doch das Morden geht weiter. Seit Beginn der Militäroffensive haben die Kartelle mehr als 22.000 Menschen getötet.

Foto: Ronaldo Schemidt/ AFP
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Es gibt immer neue Schreckensmeldungen aus Mexiko: grausame Morde, abgetrennte Köpfe und Leichen in Massengräbern. Auf dem Bild sichern Soldaten der Armee am 18. Juni eine Straße nahe Cancún, wo zwölf Tote gefunden wurden.

Foto: Israel Leal/ ASSOCIATED PRESS
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Diese Männer werden verdächtigt, Anfang Juni neun Menschen umgebracht - und sie danach in einer Senkgrube abgeladen zu haben.

Foto: STR/ ASSOCIATED PRESS
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Der Rauschgifthändler Valentin Jaimes (M.) wurde im Mai mit 42 Kilogramm Heroin erwischt - die Polizei präsentierte ihn und die Beute stolz den Medien.

Foto: AP
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Diese mit Gold und Diamanten besetzten Waffen wurden bei Mitgliedern einer Gang gefunden, die mit dem mächtigen Sinaloa-Kartell - dem auch der nun getötete "Nacho" Coronel angehörte - zusammenarbeitet.

Foto: Anonymous/ ASSOCIATED PRESS
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Angesichts der Welle der Gewalt sprachen Zeitungen von einer "Wahl der Angst" am 4. Juli. Zwei Drittel der Wähler blieben in einigen gefährlichen Regionen zu Hause.

Foto: Juan Carlos REYES/ AFP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?