Mexiko Ein Land im Griff der Gewalt
Enrique Peña Nieto trat Ende 2012 sein Amt als Präsident Mexikos an. Er versprach, das Morden der Kartelle zu beenden oder zumindest einzudämmen.
Zwischenzeitlich konnte er Erfolge vorweisen: Im Februar 2014 wurde "El Chapo" Guzmán festgenommen. Allerdings entwischte der Kartellboss im Juli 2015 aus dem Hochsicherheitsgefängnis, rund sechs Monate später wurde er wieder gefasst.
Auf Peña Nieto lastet, dass die Gewalt in Mexiko unvermindert weitertobt. Besonders groß war der Zorn, nachdem im September 2014 in Ayotzinapa 43 Studenten verschwanden. Hier ist ein Protestmarsch zu sehen, bei dem Menschen Fotos der Studenten mit sich trugen.
Peña Nieto habe sich von einer niedrigen Zahl an Gewalttaten zu Beginn seiner Amtszeit blenden lassen, kritisiert der unabhängige Sicherheitsberater Alejandro Hope.
Raúl González, Präsident der Nationalen Menschenrechtskommission. Die Organisation warf im Sommer der Bundespolizei vor, bei einem Einsatz gegen mutmaßliche Mitglieder eines Drogenkartells brutal vorgegangen zu sein. Peña Nieto reagierte und entließ daraufhin den Chef der Bundespolizei.
Die Bundespolizisten sollen im Mai 2015 Dutzende Kartellmitglieder getötet haben, zum Teil sollen sie ihnen in den Rücken geschossen haben.
Beschlagnahmte Waffen in Mexiko-Stadt: Es sieht alles danach aus, dass Peña Nietos Bilanz am Ende kaum besser aussehen wird als die seines Vorgängers Felipe Calderón.