Mexiko - DER SPIEGEL
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Mexiko Der gehäkelte Comandante

Obszöne Jesusbilder, selbsternannte Menschenrechtsbeobachter und Madonna als Stoffpüppchen: Im Mexiko der neunziger Jahre ist die Wahrheit vor allem symbolisch. Christoph Weber erkundete ein Land, in dem nicht nur Rebellenführer an ihrer eigenen Identität stricken.
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Revolutionär mit Wollmütze: Er wusste, wie man mit dem Mythos des Rebellenführers punkten kann -"Subcomandante Marcos" trat als Anführer der zapatistischen EZLN nie ohne Wollmütze auf. Sein Konterfei ist in Chiapas mindestens so populär wie das von Ché Guevara.

Foto: MARCO UGARTE/ AP
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Auf dem Gipfel der Macht: Emiliano Zapata neben "Pancho" Villa auf dem Präsidentensessel im Mexiko-Stadt. 1914 hatten die Zapatisten die Hauptstadt eingenommen. In den neunziger Jahren wurde Zapata zum Namensgeber einer Guerilla-Bewegung im Bundesstaat Chiapas. Ihr Anführer nannte sich "Subcomandante Marcos", was signailsieren sollte: Der eigentliche Chef ist niemand anderer als Zapata selbst.

Foto: Getty Images
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Zapatas Wiedergeburt: Mitte der neunziger Jahre versuchte eine Guerillagruppe den "Mythos Zapata" propagandistisch auszunutzen: Die EZLN ("Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung") kämpfte gegen die Benachteiligung der Indios im Bundesstaat Chiapas. Hier hängt ihr Banner direkt an einem Zapata-Denkmal.

Foto: AP
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Marcos und Anhänger: Zapatisten-Führer am 11. März 2001 auf dem Plaza de la Constitución (El Zócalo) in Mexiko-Stadt. Rechts stehen Comandante Tacho (v.l.), Subcomandante Marcos und Comandante David.

Foto: AP
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