Michael Ballack: Tore, Titel, Tränen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Michael Ballack Tore, Titel, Tränen

Michael Ballack war jahrelang der unbestrittene Chef der deutschen Fußballnationalmannschaft. Doch am Ende seiner Karriere häuften sich die Negativschlagzeilen. Nun hat er in Leipzig sein Abschiedsspiel gegeben - mit dabei: Joachim Löw und Phillipp Lahm.
1 / 18

"Ciao Capitano": Unter diesem Motto versammelten sich zahlreiche Fußballstars und Zehntausende Fans in Leipzig. Michael Ballack verabschiedete sich mit einem Abschiedsspiel.

Foto: Thomas Eisenhuth/ dpa
2 / 18

"Ich blicke auf eine lange und wunderbare Zeit im Profifußball zurück, von der ich als Kind nie zu träumen gewagt hätte" - so gab Michael Ballack im Alter von 36 Jahren sein Karriereende als Profifußballer bekannt.

Foto: KIERAN DOHERTY/ REUTERS
3 / 18

Zuletzt hatten sich die Fußballfans in Deutschland an dieses Bild gewöhnt. Michael Ballack, dessen Einsätze bei Bayer Leverkusen in den vergangenen beiden Jahren immer seltener wurden, fand im Sommer keinen neuen Club. Ein Wechsel nach Australien scheiterte.

Foto: Carmen Jaspersen/ dpa
4 / 18

Bei Bayer hatte Ballack seine Karriere ausklingen lassen wollen. Der Mittelfeldspieler war überzeugt davon, in der Bundesliga noch Leistungsträger bei einem Spitzenclub sein zu können.

Foto: Alex Grimm/ Bongarts/Getty Images
5 / 18

Doch bei Robin Dutt stand Ballack nicht hoch im Kurs.

Foto: Christof Koepsel/ Bongarts/Getty Images
6 / 18

So war es ihm zuvor auch in der Nationalmannschaft ergangen. Ballack war jahrelang der Chef der DFB-Auswahl, doch zum Schluss verkrachte er sich mit Trainer Joachim Löw (rechts) und wurde nach der WM 2010 nicht mehr berufen.

Foto: PETR JOSEK/ REUTERS
7 / 18

Sein letztes von insgesamt 98 Länderspielen bestritt Ballack am 3. März 2010. Die folgende WM verpasste er, nachdem er bei einem Foul von Kevin-Prince Boateng eine schwere Verletzung am Knie und am Sprunggelenk erlitten hatte.

Foto: STR/ REUTERS
8 / 18

Für Ballack eine Enttäuschung. Eine von vielen, die er in seiner Karriere hinnehmen musste. Zwar wurde Ballack viermal Deutscher Meister, dreimal Pokalsieger in Deutschland, gewann fünf verschiedene Cups in England - und holte 2010 auch den Meistertitel in der Premier League. Doch die größten Triumphe in einem Fußballerleben blieben ihm verwehrt. 2008 verlor die DFB-Elf mit Ballack als Kapitän das Finale der Europameisterschaft gegen Spanien (0:1). Minutenlang schaute er frustriert dem Jubel des Gegners zu.

Foto: Achim Scheidemann/ dpa
9 / 18

In der Vorrunde war ihm eines seiner bekanntesten Tore gelungen. Ballack schoss einen Freistoß gegen Österreich aus rund 20 Metern ins Tor und Deutschland damit ins Viertelfinale. Der Treffer wurde später sogar zum Tor des Jahres 2008 gewählt.

Foto: A3216 Peter Kneffel/ dpa
10 / 18

Nach dem Finale ging Ballack trotzdem wieder einmal an einem bedeutungsvollen Pokal vorbei, ohne ihn in die Höhe strecken zu dürfen. Denn das verlorene EM-Finale war bereits das zweite große Endspiel binnen sechs Wochen, das Ballack verlor.

Foto: Bernat Armangue/ AP
11 / 18

Am 21. Mai 2008 unterlag er im Champions-League-Endspiel mit dem FC Chelsea in Moskau. Gegen Manchester United zogen die "Blues" im Elfmeterschießen den Kürzeren (5:6).

Foto: Alastair Grant/ AP
12 / 18

Obwohl Ballack seinen Strafstoß verwandelte, weinte er am Ende bittere Tränen. Weil John Terry den Matchball für Chelsea vergab, war ManUnited wieder zurück im Elfmeterschießen und holte sich schließlich den Titel. Auch bei Weltmeisterschaften blieb ihm der große Triumph verwährt.

Foto: ADRIAN DENNIS/ AFP
13 / 18

2006 schied die DFB-Elf im Halbfinale gegen Italien aus. Nach dem verlorenen WM-Halbfinale gegen Italien in Dortmund (0:2) tröstete der damalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann seinen Capitano.

Foto: PATRICK HERTZOG/ AFP
14 / 18

2002 hatte er wegen einer Gelbsperre das Finale gegen Brasilien (0:2) verpasst. Im Halbfinale gegen Südkorea war er von Schiedsrichter Urs Meier (r.) zunächst verwarnt worden (71. Minute) und erzielte vier Minuten später den 1:0-Siegtreffer.

Foto: Gary M. Prior/ Getty Images
15 / 18

Wenige Wochen zuvor hatte er mit Bayer Leverkusen in Glasgow das Champions-League-Finale gegen Real Madrid 1:2 verloren. Drei Jahre spielte Ballack damals für den Werksclub, einen Titel konnte er mit Bayer jedoch nicht gewinnen. Zweimal wurde er Vizemeister.

Foto: Martin-Rose/ BONGARTS
16 / 18

Ganz nah dran war er in der Saison 1999/2000, als Leverkusen am letzten Bundesliga-Spieltag ein Unentschieden in Unterhaching zum Meistertitel gereicht hätte. Doch ausgerechnet Ballack leitete mit seinem Eigentor in der 21. Minute Bayers 0:2-Niederlage ein, die Bayern München zur Meisterschaft verhalf.

Foto: Alexander Hassenstein/ Bongarts/Getty Images
17 / 18

Dabei hatte Ballacks Profikarriere sehr erfolgreich begonnen. Mit Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern gewann er 1998 sensationell die Deutsche Meisterschaft und war mit 21 Jahren schon Stammspieler beim FCK.

Foto: Werner Baum/ picture alliance / dpa
18 / 18

Seine fußballerische Ausbildung hatte er beim Chemnitzer FC genossen. In der Jugend spielte er allerdings noch für einen anderen Club, die BSG Motor "Fritz Heckert" Karl-Marx-Stadt. Nun macht Ballack Schluss.

Foto: Manuel Queimadelos Alonso/ Getty Images
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?