Michael Braun Der Kurzzeitsenator
Michael wer? Michael Braun. Sagt Ihnen nix? Nicht schlimm, war auch nicht viel Zeit, den CDU-Mann kennen zu lernen. Und er ist auch schon wieder weg. Braun, 55, war Justizsenator in Berlin. Wegen des Vorwurfs, als Notar unseriöse Immobiliengeschäfte beglaubigt zu haben, trat er jedoch zurück - nach nur elf Tagen. Er geht damit als Minister mit der kürzesten Amtszeit in die Geschichte ein.
Da war noch alles in Ordnung: Am 1. Dezember wurde Michael Braun (CDU) als Berliner Justiz- und Verbraucherschutzsenator vereidigt. Die Union war zufrieden...
Foto: TOBIAS SCHWARZ/ REUTERS
...und auch Klaus Wowereit (SPD) schien glücklich. Es war nicht ganz einfach gewesen, geeignetes Personal für die vielen Senatorenposten in der neuen rot-schwarzen Regierung zu finden. Doch plötzlich wurde die Vergangenheit Michael Braun zum Verhängnis.
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Verbraucherschützer liefen Sturm, weil Braun als Notar an fragwürdigen Immobiliengeschäften beteiligt gewesen sein soll. Der Senator dementierte. Doch der Druck wuchs täglich. Nach nicht einmal zwei Wochen war seine "Ära" beendet: Braun musste zurücktreten. Eine Blamage für den neuen Senat - und für den Christdemokraten persönlich.
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