Michael Bublé Jazz oder nie - das kanadische Goldkehlchen
Ausgezeichnet: Michael Bublé gewann 2006 in Halifax (Nova Scotia) gleich drei Juno Awards, das kanadische Äquivalent zu den Grammys. Dieser hier ist für das "Album des Jahres". Dem Jazz- und Swing-Sänger gelang
Der Dino: Neben Elvis Presley ist Dean Martin (bürgerlich Dino Crocetti) der absolute Lieblingssänger von Michael Bublé. Im vermeintlichen Gegensatz zu Bublé war Dean aber nicht nur Womanizer, sondern auch starker Trinker. "Man soll sich nicht täuschen", so der kanadische Sänger zum Vergleich mit dem unvergessenen Crooner. "Ich war früher auch ziemlich wild unterwegs - bevor ich Ehemann wurde."
Ziehvater: Star-Produzent David Foster (links), wie Bublé auch aus British Columbia, ist sein Entdecker und Förderer. Er produzierte bereits Welthits für Whitney Houston ("I will Always Love You") und Céline Dion ("My Heart Will Go On"). Zusammen mit Bryan Adams schrieb er 1985 "Tears Are Not Enough", den kanadischen Benefizsong für die Afrikahilfe. Foster gewann gleich 16 Grammys und produzierte Bublés neues Album "Love".
Mr. My Way: David Foster holte Paul Anka ins Boot, als er anfing, mit Michael Bublé zu arbeiten. Beim ersten Treffen bei Anka in Las Vegas stimmte Foster am Klavier "My Way" an, Ankas berühmtesten Hit. Bublé sang - und Anka war begeistert. Ein Dreamteam entstand, es kam zum Plattendeal mit Warner Brothers.
Newcomer: Der junge Michael zu Beginn seiner Karriere 2002 im MGM Grand Hotel in Las Vegas bei einem Charity-Event von Tennislegende Andre Agassi
Routinierter Entertainer: Bublé, hier 2002 auf der Bühne in Las Vegas, geht 2019 auf große Tour und kommt auch nach Deutschland.
Selbstgedrechselt: Michael Bublé singt nicht nur Coverversionen, er schreibt auch eigene Songs. Seine erste eigene Komposition (unterstützt von David Fosters Tochter Amy Foster-Gillies und von Alan Chang) war "Home" und wurde 2005 ein weltweiter Hit.
Große Ehre: Bublé im Jahr 2006 auf der Bühne in New York mit Jazzlegende Tony Bennett (heute 92). Die beiden sind gute Freunde und sangen zusammen Klassiker wie "Just In Time" oder "Don't Get Around Much Anymore". Bennett zählt zu den ganz großen US-Entertainern, Frank Sinatra nannte ihn den
Vielseitig: Bei Jay Lenos "Tonight Show" sang Bublé im September 2007 "Comin' Home Baby" zusammen mit der amerikanischen R&B-Gruppe Boyz II Men.
Stimmduell: 2015 sang Michael "Happy Xmas" im Duett mit Céline Dion, hier bei der Aufzeichnung seiner Weihnachtsshow in Hollywood. Auch Dion wurde einst von Produzent David Foster entdeckt.
Jazz geht's los: Bublé performt mit Kollegin Diana Krall (links) am Piano im März 2018 bei den Juno Awards in Vancouver.
Merry Xmas: "Christmas", erschienen 2011, ist mit über zehn Millionen Exemplaren das meistverkaufte Album von Michael Bublé. Es enthält 14 Weihnachtsklassiker wie "Jingle Bells", "Feliz Navidad" und "White Christmas" sowie die Eigenkomposition "Cold December Night". Auch in Deutschland stand die Platte auf Platz 1 der Charts.
Hommage an Frank Sinatra: Michael Bublé ehrt "Ol' Blue Eyes" 2015 beim Architects of Sound Konzert in LA mit Coverversionen seiner Hits "Come Fly With Me" und "Ive Got You Under My Skin" - samt großem Orchester.
Umschwärmt: Wo Bublé auch auftaucht, hier 2013 bei den alljährlichen Juno Awards in Regina (Kanada), wird er von meist weiblichen Fans umschwärmt. "Früher hatte ich Spaß mit Groupies, heute bin ich Familienvater", sagt er im Interview.
Starkes Team: Michael mit seiner Frau, dem argentinischen Topmodel Luisana Lopilato, 2010 zu Gast bei der David Letterman Show in New York
Zusammenhalt: Das Schicksal, die Krebsdiagnose von Sohn Noah (2. von links) vor zwei Jahren, schweißt die Familie Bublé zusammen; das Foto zeigt Vater Michael und Mutter Luisana mit Noah und Elias (2. von rechts). "Es war alles andere als eine einfache Zeit, auch weil ich eine Person öffentlichen Interesses bin", sagt Bublé im einestages-Interview.
Preisträger: In seiner Karriere verkaufte Bublé viele Millionen Platten und gewann jede Menge Preise. Zu Kritik sagt er: "Es ist mir mittlerweile egal, ob diese Platte nur zehn Exemplare verkauft oder was ein Kritiker sagt. Ich werde es auch nie erfahren, denn ich kümmere mich nicht darum. Was ich weiß, ist, dass ich mir das Vertrauen meines Publikums verdient habe und für den Rest meines Lebens der Sänger Michael Bublé sein darf."
Birds just wanna have fun: Michael Bublé (links) performt 2013 mit Jimmy Fallon (rechts) und Gästen in Fallons Late Night Show.
Eishockey: Bublé ist, so gehört es sich als Kanadier, großer Eishockey-Fan und Mitbesitzer der Vancouver Giants. Hier spricht er mit seinem Business-Partner, Eishockey-Legende Gorde Howe. Rechts: Gordies Sohn Marty Howe.
Da ist das Ding! Kürzlich wurde Bublé mit einem Stern auf dem berühmten Walk of Fame in Hollywood geehrt - dann hat man es als Entertainer endgültig geschafft. Hier gratulieren ihm Priscilla Presley, Produzent David Foster (rechts) und Tom Corson, der Chairman seines Labels Warner.
Michael Steven Bublé wurde am 9. September 1975 in Burnaby bei Vancouver geboren. Durch seinen italienischen Großvater kam Michael in jungen Jahren erstmals mit Jazz und Swing in Verbindung. "In meiner Jugend hörte ich aber durchaus auch Heavy Metal - und Michael Jackson. Er hat mich maßgeblich beeinflusst", sagt er.
Come on! Am Anfang seiner Karriere waren alle Plattenfirmen skeptisch, ob man mit Jazz und Swing heute noch echte Erfolge feiern kann. Michael Bublé bewies es - sein erstes großes Album wurde weltweit über drei Millionen Mal verkauft.
Liebesbeweis: "Love" nennt Bublé sein neues Album mit Jazz-Klassikern wie "When I Fall In Love", "I Only Have Eyes For You", "Such A Night", "La Vie En Rose" oder "My funny Valentine". Michael agierte neben David Foster als Co-Produzent.
Interview in London: Als einestages-Autor Alex Gernandt (links) Michael Bublé zum Gespräch traf, erzählte der Sänger, wie eine Hochzeit in Montreal ihm zur Begegnung mit Star-Produzent David Foster verhalf - obwohl er "echt keinen Bock mehr auf Hochzeiten hatte".