Island Lavafelder und Schneeromantik
Das Hochland Islands ist bis weit in den Frühling hinein ein unwirtlicher Ort und nur mit Genehmigung und bester Ausrüstung zugänglich.
Die Lavawüste ist durchsetzt von ausgedehnten Eisflächen, die von einer hauchdünnen Schneedecke überzogen sind.
Ungemütliche Bedingungen: Ein heftiger Sturm treibt feinen Schnee zwischen den Lavafelsen hindurch.
Canyons mit reißenden Flüssen durchziehen das ansonsten weitläufige Hochland im Osten der Insel.
Die Überquerung gefrorener Flüsse mit den schweren Geländewagen ist ein Glücksspiel. Immer wieder bricht das Filmteam im Eis ein.
Im Gegenlicht leuchten die Schneewehen, die vom Sturm über einen Bergrücken getrieben werden.
Wenn sich auch die Sonne zeitweise zeigt, sorgt der Sturm immer wieder für extreme Drehverhältnisse.
Unterhalb des Vulkans Askja weisen Wegweiser im Sommer den vielen Besuchern die Richtung. Im Winter ist das Hochland menschenleer.
Trotz der extremen Verhältnisse ist Michael Martin so viel wie möglich draußen im Sturm auf der Suche nach Motiven unterwegs.
Bloß nicht falsch abbiegen: Die Navigation erfolgt mit GPS und detaillierten digitalen Karten.
Anders als im Sommer ist das Verlassen der Hochlandpisten erlaubt, denn auf dem gefrorenen Lavaboden hinterlassen auch schwere Fahrzeuge keine Spuren.
Kälte und Sturm verlangen dem Arte-Filmteam um Regisseur Viktor Stauder einiges ab, auch die Kameras sind extremen Belastungen ausgesetzt.
Nach vier Tagen sind die Wolken endlich lichter geworden, doch der Sturm hält an.
Die Hütten im Hochland sind im Winter geschlossen, können aber nach Voranmeldung genutzt werden. Doch zunächst müssen sie erst einmal vom Schnee befreit werden,...
...bevor ein Petroleumofen und ein Gasherd für ein wenig Behaglichkeit sorgen.
In der mondlosen Nacht leuchten erste Polarlichter über den verschneiten Nordhorizont.