Mikrofotografie So klein, so schön
Preigekröntes Karge-Bild: Mit diesem Foto gewannen Manfred und Christine Kage im Jahr 2006 den Wettbewerb "Bilder der Forschung". Das Zahnrad eines Mikromotors hatten sie der Ameise mit einem selbstgebauten Spezialgerät - bestehend aus einer Meerschwein-Wimper auf einem Zahnstocherkopf - auf den Fühler geschoben.
Mondgestein von "Apollo 12": Fotografiert hat der gelernte Chemielaborant Kage für die großen populärwissenschaftlichen Blätter wie "Geo" oder "Bild der Wissenschaft". Er ist als Grenzgänger zwischen Wissenschaft und Kunst mit Preisen geehrt worden - und will sich dennoch nicht zur Ruhe setzen.
Borkenkäfer: Von Schloss Weißenstein in einem Tal der schwäbischen Alb führt Kage heute ein Familienunternehmen zur Vermarktung der wunderbaren Welt des Winzigen. Neben Tochter Ninja-Nadine arbeitet darin seine Frau Christine mit.
Grünalgen: Sein erstes Mikroskop hatte sich Kage selbst gebaut. Das war 1947 in Stuttgart, wohin er aus Sachsen geflüchtet war. Aus einem alten Zeiss-Objektiv, seinem Märklin-Baukasten und so exotischen Bauteilen wie einem Zahnarztspiegel und einem Fahrradlenker schraubte der Zwölfjährige das Gerät zusammen.
Karge-Foto von 2003: Hier sind flüssige Kristalle zu sehen.
Pollen der Wegwarte: Längst eifern auch zahlreiche andere Fotografen Kage nach. Dieses Foto von 2006 stammt von Andreas Gebert und ist in der Berliner Ausstellung "Mikrofotografie. Schönheit jenseits des Sichtbaren" zu sehen.
Schneesternchen: Die Mikrofotografie ist keine junge Disziplin. Diese Aufnahme von Heinrich Heidersberger stammt aus dem Jahr 1956 und wird ebenfalls in Berlin gezeigt.
Stängel einer Clematis: Diese Daguerreotypie von Andreas Ritter von Ettingshausen gilt als eine der ersten Mikrofotografien weltweit.
Bild von 1910: Die Aufnahme von Hans Hauswaldt zeigt einen ungewohnten Blick auf das Mineral Aragonit.
Hände einer Molchlarve: Dieses Bild von Claudia Führenkemper entstand im Jahr 2002.