Mikrofotografie: So klein, so schön - DER SPIEGEL
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Mikrofotografie So klein, so schön

Mehr als ein halbes Jahrhundert lang ist Manfred Kage auf der Suche nach der Schönheit des Kleinen. Nun räumen gleich zwei Ausstellungen den Bildern des Mikrofotografen einen besondern Platz ein. Die Tradition des Blicks ins ganz Kleine ist freilich viel älter.
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Preigekröntes Karge-Bild: Mit diesem Foto gewannen Manfred und Christine Kage im Jahr 2006 den Wettbewerb "Bilder der Forschung". Das Zahnrad eines Mikromotors hatten sie der Ameise mit einem selbstgebauten Spezialgerät - bestehend aus einer Meerschwein-Wimper auf einem Zahnstocherkopf - auf den Fühler geschoben.

Foto: Manfred Kage
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Mondgestein von "Apollo 12": Fotografiert hat der gelernte Chemielaborant Kage für die großen populärwissenschaftlichen Blätter wie "Geo" oder "Bild der Wissenschaft". Er ist als Grenzgänger zwischen Wissenschaft und Kunst mit Preisen geehrt worden - und will sich dennoch nicht zur Ruhe setzen.

Foto: Manfred Kage
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Borkenkäfer: Von Schloss Weißenstein in einem Tal der schwäbischen Alb führt Kage heute ein Familienunternehmen zur Vermarktung der wunderbaren Welt des Winzigen. Neben Tochter Ninja-Nadine arbeitet darin seine Frau Christine mit.

Foto: Manfred Kage
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Grünalgen: Sein erstes Mikroskop hatte sich Kage selbst gebaut. Das war 1947 in Stuttgart, wohin er aus Sachsen geflüchtet war. Aus einem alten Zeiss-Objektiv, seinem Märklin-Baukasten und so exotischen Bauteilen wie einem Zahnarztspiegel und einem Fahrradlenker schraubte der Zwölfjährige das Gerät zusammen.

Foto: Manfred Kage
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Karge-Foto von 2003: Hier sind flüssige Kristalle zu sehen.

Foto: Kage-Mikrofotografie
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Pollen der Wegwarte: Längst eifern auch zahlreiche andere Fotografen Kage nach. Dieses Foto von 2006 stammt von Andreas Gebert und ist in der Berliner Ausstellung "Mikrofotografie. Schönheit jenseits des Sichtbaren" zu sehen.

Foto: Andreas Gebert, Lübeck
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Schneesternchen: Die Mikrofotografie ist keine junge Disziplin. Diese Aufnahme von Heinrich Heidersberger stammt aus dem Jahr 1956 und wird ebenfalls in Berlin gezeigt.

Foto: Heinrich Heidersberger 1956 / Institut Heidersberger
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Stängel einer Clematis: Diese Daguerreotypie von Andreas Ritter von Ettingshausen gilt als eine der ersten Mikrofotografien weltweit.

Foto: Albertina, Wien
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Bild von 1910: Die Aufnahme von Hans Hauswaldt zeigt einen ungewohnten Blick auf das Mineral Aragonit.

Foto: Albertina, Wien
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Hände einer Molchlarve: Dieses Bild von Claudia Führenkemper entstand im Jahr 2002.

Foto: Claudia Fährenkemper
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