Milchboykott So haben die Bauern protestiert
Sternfahrt gegen niedrige Milchpreise: Bereits seit knapp zwei Jahren protestieren die Milchbauern gegen die niedrigen Milchpreise - wie hier im Juni 2008 in Schleswig-Holstein. Mit ihren Traktoren, mit Straßensperren und Liefersperren machten die Landwirte auf ihre Lage aufmerksam.
Protest auf dem Feld: Der Bayerische Bauernverband (BBV) fordert einen Mindestpreis von 85 Cent pro Liter Milch für den Endverbraucher, damit ein Mindestpreis von 43 Cent für den Landwirt erreicht werden kann.
Nichts ging mehr: Die Zufahrt der Sachsenmilch-Molkerei in Leppersdorf - Europas größtem Milchwerk - wurde völlig blockiert.
Geht bald die Milch aus? Tagelang hielten die Milchbauern ihren Lieferboykott durch - der sich erstmals in Engpässen bemerkbar machte.
Blockade der Milchwerke Thüringen GmbH: Mit Traktoren blockierten rund hundert Bauern die Zufahrt, der Betrieb kam zum Erliegen. Der Chef der Humana Milchunion, zu der die Molkerei gehört, sprach gar von Anarchie.
Protestierende Bauern in Sachsen: In vielen Regionen führen die Aktionen zu Zerwürfnissen zwischen Bauern, die sich daran beteiligen und denen, die weiter Milch liefern.
Der Boykott der Milchbauern ist nicht unumstritten: Der Bauernverband hat fast eine Woche gebraucht, um sich zu einer Unterstützung des Streiks durchzuringen. Auch, weil der kleinere Bund Deutscher Milchviehhalter als Gegenmodell des großen Lobbyverbandes gilt.