Militärberater Otto Braun - DER SPIEGEL
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Militärberater Otto Braun Maos deutscher Helfer

Maos "Langer Marsch" war sein Schicksal: Der Deutsche Otto Braun erfand als Militärberater Mao Zedongs das legendäre Großunternehmen, das Chinas Kommunisten an die Macht und die Welt aus dem Gleichgewicht brachte. 30 Jahre später wurde Braun zu Maos Gegenspieler.
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Militärberater Braun: Otto Braun war der einzige deutsche Teilnehmer an Maos "Langem Marsch". 1932 wurde Li De ("Li, der Deutsche") von der kommunistischen Weltorganisation Komintern als Militärberater der chinesischen Roten Armee nach China entsandt und erst 1939 nach Moskau zurückbeordert.

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Personenkult: Der "Große Vorsitzende" Mao Zedong lässt sich 1971 in Peking von den Massen feiern. 27 Jahre lang, von der Staatsgründung 1949 bis zu seinem Tod 1976, führte er die von ihm ausgerufene Volksrepublik China mit harter Hand.

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Der "Lange Marsch": Zu Fuß und auf dem Rücken von Maultieren und Pferden zogen Maos Truppen 1934/35 mit ihren Angehörigen 370 Tage quer durch China, um der Einschließung durch die Kuomintang zu entkommen. Die Anregung für den gewagten Aufbruch war von dem deutschen Militärberater Otto Braun gekommen.

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Geschlagen: Kommunistische Soldaten nehmen beim Kampf um Shanghai im Mai 1949 Kämpfer der nationalistischen Kuomintang gefangen.

Foto: Getty Images
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"Lang lebe der große Vorsitzende Mao": Die kleine rote "Mao-Bibel", die die glücklich lächelnden Chinesen auf diesem Propagandaplakat in die Höhe halten, enthält die gesammelten Weisheiten des "Großen Vorsitzenden". Das Standardwerk für jeden Anhänger des Maoismus war in den späten sechziger und frühen siebziger Jahren auch in westlichen Ländern bei Linken eine weit verbreitete Lektüre.

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Kampf gegen Japan: Zwischen 1931 bis 1933 musste sich die Kuomintang-Regierung außer gegen die kommunistischen Rebellen auch gegen das aggressive Vorgehen Japans in der Mandschurei und an der chinesischen Küste wehren. General Tschiang Kai-schek musste schließlich die japanische Besetzung der Mandschurei als Bedingung für einen Waffenstillstand anerkennen. Das Bild zeigt Kuomintang-Soldaten im März 1932 im Kampf gegen die Japaner.

Foto: Getty Images
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Kurz vor dem Sieg: Kommunistische Kämpfer während des chinesischen Bürgerkriegs. Zum Zeitpunkt der Aufnahme, die am 21. Mai 1949 entstand, war die Entscheidung zugunsten Maos bereits gefallen und die Kuomintang praktisch aufgerieben.

Foto: Getty Images
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Ausbilder und Schüler: Otto Braun beim Unterricht in Yenan. Kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs war Braun zur kaiserlichen Armee eingezogen worden und hatte sich nach dem Krieg den Kommunisten angeschlossen. 1928 war der KP-Funktionär an der Moskauer Militärakademie ausgebildet und dann 1932 nach China geschickt worden, um dort kommunistische Kämpfer zu schulen.

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Schriftstellertreffen: Otto Braun (3.v.l.) kurz nach seiner Rückkehr in die DDR 1954 bei einem Treffen deutscher und sowjetischer Schriftsteller in Ost-Berlin. Links neben ihm Nationalpreisträger Stephan Hermlin (l.) und der Generalsekretär des DDR-Schriftstellerverbandes, Gustav Just. Es spricht der sowjetische Schriftsteller Konstantin Fedin (2.v.r.), rechts neben ihm sitzt der deutsche Schriftsteller und SED-Kulturfunktionär Alfred Kurella. 1961 wurde Otto Braun zum Chef des DDR-Schriftstellerverbandes ernannt.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-27093-0003

Foto: Das Bundesarchiv/Hans-Günter Quaschinsky
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Parteisoldat Braun: Eine undatierte Aufnahme des älteren Otto Braun. Bis zu seinem Tod 1974 während eines Urlaubs im bulgarischen Varna blieb der aus Ismaning bei München stammende Braun eine überzeugter Kommunist und treuer Parteisoldat.

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Staatsgründer Mao: Am 1. Oktober 1949 ruft der Anführer der Kommunistischen Partei Chinas, Mao Zedong, auf dem Tienanmen-Platz in Peking die Volksrepublik China aus.

Foto: AP
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Bürgerkrieg in China: Zwischen 1927 und 1949 wütete in China ein blutiger Bürgerkrieg, bei dem die nationalistischen Kuomintang unter General Tschiang Kai-schek gegen die Kommunisten unter Mao Zedong kämpften. Die Aufnahme zeigt Soldaten der Kuomintang, die am 25. November 1948 an der Suchow-Front auf Stellungen von Maos Truppen feuern.

Foto: AP
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General Tschiang Kai-schek: Der Anführer der nationalistischen Kuomintang-Partei musste sich angesichts der Erfolge der chinesischen Kommunisten mit seinen Anhängern vom Festland auf die Insel Taiwan zurückziehen. Dort rief er - zwei Monate nach der Gründung der Volksrepublik China durch Mao im Dezember 1949 - die "Republik China" aus.

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Marschpause: Mao spricht während einer Pause zu seinen Truppen. Nur etwa jeder Zehnte der rund 100.000 Teilnehmer, darunter die Hälfte Zivilisten, überlebte die gewaltige Anstrengung des "Langen Marschs".

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Nixon in China: Der China-Besuch von US-Präsident Richard Nixon (l.) im Februar 1972 bedeutete nach Jahrzehnten der Eiszeit eine Annäherung zwischen den beiden Mächten. In den USA hatte der Sieg Maos 1948/49 und der "Verlust Chinas" zu einer hysterische Züge tragenden Furcht vor dem Kommunismus geführt.

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DER SPIEGEL 48/1950: "Revolution mit Jauche - die Weisheit des großen Mao" titelte der SPIEGEL 1950 über den seit einem Jahr als Führer Rotchinas amtierenden Mao Zedong .

Foto: DER SPIEGEL
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Grenzzwischenfall: Sowjetische Soldaten im März 1969 am Ufer des Ussuri-Flusses an der sowjetisch-chinesischen Grenze. Das Verhältnis der beiden kommunistischen Großmächte hatte zu dieser Zeit einen Tiefpunkt erreicht, immer wieder kam es zu bewaffneten Grenzzusammenstößen. In die Rivalität zwischen Moskau und Peking ließ sich dreißig Jahre nach seiner Ausreise aus China auch Otto Braun von den Sowjets gegen seinen einstigen Gefährten Mao einspannen.

Foto: AP
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Mao am Schreibtisch: Das Bild zeigt Mao Tse-Tung 1938 bei Schreibarbeiten.

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