Militärtransporter A400M Das lange Warten auf den Pannen-Airbus
Der Militärtransporter A400M im Landeanflug auf dem Stützpunkt Wunstorf: Die Maschine gilt als modernster Transporter der Welt und soll in den kommenden Jahren die betagte C-160-Transall in Rente schicken.
Die Maschine kam am Freitag auf dem neuen Stützpunkt Wunstorf bei Hannover an. Gestartet war das Flugzeug im spanischen Sevilla.
Vor dem A400M steht Oberstleutnant Christian Schott, der die Maschine nach Wunstof überführt hatte. Der 38-Jährige war einer der beiden ersten Piloten der Luftwaffe, die auf dem Mehrzweck-Transporter geschult wurden.
Zu den Empfangsgästen des Militärtransporters gehörte auch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Nach der Landung habe sie sich sehr interessiert das Cockpit angeschaut, berichtete Oberstleutnant Schott.
Hier ist eine Maschine auf dem Gelände des Airbus-Montagewerks in Sevilla zu sehen. Die Bundeswehr hat lange auf die erste Lieferung warten müssen, die regelrecht herbeigesehnt wurde.
Das Turboprop-Triebwerk des Militärtransporters ist ein regelrechter Alleskönner: Damit kann der A400M beispielsweise besonders langsam und leise fliegen oder in extrem staubigen Umgebungen landen. Es ist aber auch für einen großen Teil der Verzögerungen verantwortlich.
Großbritanniens Premierminister auf der Farnborough Airshow im Juli 2012: Metallspäne im Antriebssystem verhinderten die Show-Flüge mit dem A400M.
Die Freude von Airbus-Chef Tom Enders war beim ersten Start des Militärtransporters noch ungetrübt. Dabei war schon der Jungfernflug zwei Jahre verspätet.
Der A400M soll alles können - und er ist groß. Flugzeug und Auto im Vergleich: Neben einem A400M wirkt der VW-Golf geradezu putzig.
Der A400M soll große Lasten transportieren - und das über lange Strecken - und sie sogar in geringen Höhen automatisch abwerfen können. Auch als Truppentransporter soll der Militär-Airbus dienen.
Lange Zeit war unklar, ob der A400M überhaupt je gebaut würde.
Es gehörte lange Zeit schon zu den Hochgefühlen der Airbus-Ingenieure, den Militärflieger auf einer Startbahn zu sehen - und nicht nur im Montagehangar.
Ordentlich war die Stimmung auch im Juni 2008, als das erste Exemplar des A400M nach jahrelangen Verzögerungen mit einer großen Show der Öffentlichkeit präsentiert wurde.
Wesentliche Teile des Rumpfes werden in Bremen gebaut, die Endfertigung findet im spanischen Sevilla statt.
Der A400M kann bis zu 37 Tonnen transportieren - das entspricht rund sieben Elefanten.