Millarville Die Villa am See
Eine luxuriöse Villa im kanadischen Millarville: Dieses Gebäude sollte eigentlich der Alterssitz von Alla Wagner werden.
Doch es kam anders, Wagner verletzte sich am Rücken und konnte keine Treppen mehr steigen. Deshalb entschied sie, ihr Haus zu verkaufen und sich etwas Kleineres zu suchen.
Platz gibt es in diesem Anwesen mehr als genug: Für rund 1,7 Millionen kanadische Dollar sollte es den Eigentümer wechseln. Aber es fand sich kein Interessent, der bereit war, diese Summe zu bezahlen.
Deshalb startete Alla Wagner (Foto) einen außergewöhnlichen Wettbewerb unter dem Motto "Schreib einen Brief, gewinne ein Haus". Derjenige, der sie mit seinem Text überzeugt, soll die Villa bekommen.
Gleichzeitig müssen alle Teilnehmer eine Gebühr von 25 kanadischen Dollar bezahlen - bei ungefähr 68.000 Briefen wäre damit der Preis des Hauses erreicht.
Ganz leicht fällt Wagner der Abschied offenbar nicht: "Mein Haus war mir sehr wichtig", sagt sie.
"Ich liebe den Komfort meiner Badezimmer", so Wagner.
Auch auf die Küche ist Wagner stolz.
Ein weiteres Highlight des Hauses: Von jedem ihrer Zimmer habe man einen spektakulären Ausblick, sagt Wagner.
Wer hier einziehen will, muss laut Wagner nicht unbedingt den rührseligsten Brief schreiben - auch, wenn die eine oder andere Einsendung sie schon zum Weinen gebracht habe.
"Ich muss mir das Leben der Person, der Familie, in diesem Zuhause vorstellen können." Also vielleicht auch, wie die neuen Eigentümer es sich vor diesem Kamin gemütlich machen.
Für Stadtmenschen ist die Villa wahrscheinlich nicht ganz das Richtige. Sie liegt in einer kleinen Ortschaft, direkt an einem See.
Außerdem ist das Leben in der Villa auch für den Gewinner nicht ganz günstig: Monatlich sind laut Wagner allein 600 kanadische Dollar an Steuern zu zahlen. Hinzu kämen bei zwei Personen 300 bis 350 kanadische Dollar Nebenkosten.
Wen das nicht abschreckt, der sollte noch bis zum 5. April in 350 Wörtern folgende Frage beantworten: "Warum würde es dein Leben verändern, in dieses Traumhaus am Seeufer zu ziehen?"
Sollte es nicht genug Teilnehmer geben, scheitert der Wettbewerb ebenso, wie wenn sich doch noch ein Käufer findet, der bereit ist, den kompletten Preis zu zahlen.